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Rödermark: Wo ist Platz zum Chillen?

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Von: Michael Löw

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In der Luft überm Skaterpark ist jede Menge Platz für Jugendliche. Am Boden sieht’s weniger gut aus, die Politik sucht nach Lösungen.
Rödermark: In der Luft überm Skaterpark ist jede Menge Platz für Jugendliche. Am Boden sieht’s weniger gut aus, die Politik sucht nach Lösungen. © Michael Löw

Fünf Mal taucht das Wort Jugend allein oder als Kombination in Anträgen für die Dezember-Sitzung des Stadtparlaments in Rödermark auf. Zumindest vier davon enthalten soviel Gemeinsames, dass sie nach Ansicht der CDU/AL-Koalition in einem interfraktionellen Antrag zusammengefasst werden können. Stadtverordnetenvorsteher Sven Sulzmann hat für die Sitzung sicherheitshalber drei Abende vorgesehen: 7., 8. und 9. Dezember ab 19.30 Uhr in der Kulturhalle.

Rödermark - Vor allem die FDP hat die jungen Rödermärker im Blick. Ausweitung der öffentlichen Freizeitfläche hinterm Badehaus, eine Prioritätenliste der interessanten Plätze und ein Runder Tisch Jugend sind ihre Anträge betitelt. Die SPD will den Bolzplatz in der Seligenstädter Straße aufwerten, die schwarz-grüne Mehrheit strebt anfangs erwähnte Gemeinsamkeit an.

Die CDU-Fraktion will die Betroffenen stärker als bisher mit einbeziehen. sollte. Denn niemand könne die Situation besser einschätzen als die Jugendlichen selbst. Dazu müsse die Stadt den Mut und das Vertrauen aufbringen, mit den Jugendlichen in einen ernsthaften und konstruktiven Dialog zu treten. „Dazu müssen jedoch Rahmenbedingungen geschaffen werden, um keine Luftschlösser vorzugaukeln. Das würde zu Frust, Enttäuschung und Politikverdrossenheit führen“, sagt der neue CDU-Pressesprecher Ben Brühne. Den finanziellen Rahmen soll aber die Stadt vorgeben.

Nach Ansicht des FDP-Vorsitzenden Sebastian Donners brauchen Jugendliche keine teuren Multifunktions-Sportflächen: „Gebt ihnen doch einfach einen Platz, wo sie sich hinsetzen können, wo sie niemand vertreibt, nur weil sie sich unterhalten, zusammen abhängen, dabei Musik hören wollen. Zwei Bänke, ein Tisch, irgendwo etwas abseits.“ Aber Bänke seien sowohl innerhalb als auch außerhalb der bebauten Gebiete recht spärlich anzutreffen, Bänke mit Tisch schon gar nicht.

Sebastian Donners, Vater zweier Jugendlicher, fordert mehr Toleranz: „Die Stadtgemeinschaft muss Beschwerden von Anwohnern über Lärm und Verschmutzung auch mal aushalten! Warum dürfen alle Spielplätze nur von Kindern bis 14 Jahren und deren Aufsichtspersonen betreten werden – und das nur bis 20 Uhr? Warum öffnet man nicht den einen oder anderen Spielplatz für alle Generationen, Jugendliche wie Senioren?“

Die SPD mahnt in ihrem Antrag fehlenden Schatten und zu wenig Sitzmöglichkeiten am Bolzplatz in der Seligenstädter Straße an. Das sei schon im Herbst 2020 versprochen worden. (Michael Löw)

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