An der Panikmache ist nichts dran

Kita-Sanierung ist voll im Zeitplan

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Ein Farbpädagoge legte in Abstimmung mit Fachkräften der Stadt das Farbkonzept für die Kita Zwickauer Straße fest.

Rödermark - Die in sozialen Netzwerken und im Internet verbreitete Schimmel-Hysterie wegen der Kita Zwickauer Straße entbehrt jeglicher Grundlage. Luftmessungen eines Fachinstituts haben ergeben: Alles in Ordnung. An den Horrormeldungen ist nichts dran.

Das berichtete gestern Erster Stadtrat Jörg Rotter vor der Presse. Anfang Juli hatte ein großer Wasserschaden den Kindergarten Zwickauer Straße Ober-Roden lahm gelegt. Es gab zwei Lecks in einer Frischwasserleitung im Fußboden und in der Wand der Küche. Aus den Lecks war das Wasser über einen längeren Zeitraum hinweg unentdeckt in den Estrich gekrochen. Das durchfeuchtete Material musste großflächig herausgestemmt, der Boden wieder neu verfüllt werden.

Da der Kindergarten zu diesem Zeitpunkt Betriebsferien hatte, war die Betreuung der Kinder nicht beeinträchtigt. Nach den Ferien zogen die Kleinen dann in den bis dahin leer stehenden Kindergarten an der Lessingstraße um. Es war ein Glücksfall, dass das Gebäude damals noch nicht abgerissen war und nach einer gründlichen Reinigung und notdürftiger Ausbesserungsarbeiten als Ersatzkindergarten dienen kann. Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe (KBR) und Handwerker von Fremdfirmen packten kräftig an, sodass der Zeitplan trotz der Doppelbelastung durch die zwei parallel laufenden Sanierungsprojekte gehalten werden konnte.

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Die Arbeiten in der Zwickauer waren äußerst umfangreich. Die Handwerker trauten den 40 Jahre alten Wasserrohren im Estrich nicht mehr. Also wurde das Frischwasser- und Heizungsleistungssystem komplett erneuert und unter der abgehängten Decke installiert.

Aktuell sind die Arbeiten im Zeitplan und können voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, sodass die Nutzung des Kindergartens Zwickauer Straße ab Januar 2019 möglich wäre.

Handwerker sind in der Kita Zwickauer Straße derzeit noch an vielen Stellen zugange.

Inzwischen kursierten im Internet Panik-Meldungen, wonach sich wegen des Wasserschadens Schimmel in der Kita gebildet habe. „Erzieherinnen, die dort gearbeitet hatten, klagten über Kopfschmerzen“, sagte Rotter. Ein chemisches Sachverständigenbüro wurde mit der Beprobung zu möglichem Schimmelbefall beauftragt. Die vom Gutachter entnommenen Proben wurden an ein Labor für Luftqualität und Raumklima in Köln zur Untersuchung weitergeleitet, mit dem Ergebnis, dass eine nachteilige Raumluftveränderung im Kindergartenbereich auszuschließen ist. Gesucht wurde nach Hefepilzen, Bakterien und Schimmelsporen.

Auch wurde Kindergartenpersonal medizinisch untersucht. Auch hier konnten keine Beeinträchtigungen festgestellt werden. Rotter: „Die Frauen waren bei Betriebsarzt. Die Betriebskrankenkasse hat Entwarnung gegeben.“ Der Stadtrat kritisierte, dass durch die Falschmeldungen im Netz der Eindruck erweckt worden sei, die Stadt kümmere sich weder um die Kinder, noch um die Erzieherinnen. Solche Stimmungsmache sei „schlechter Stil“ und gehöre sich nicht. Vor der Wiederinbetriebnahme des Kindergartens im Januar werden erneut Untersuchungen/Beprobungen durch Sachverständige erfolgen, damit die Freigabe des Betriebes bei positivem Ergebnis erfolgen kann. Nur dann erteilt der Kreis Offenbach die Betriebserlaubnis. (bp)

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