Letzte Folge „Merianschule“

121 Absolventen der Merianschule bei Feierlichkeiten verabschiedet

Feierliche Zeugnisübergabe an der Merianschule in Seligenstadt: Auch die Absolventen der 10aR haben ihren Abschluss jetzt in der Tasche.
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Feierliche Zeugnisübergabe an der Merianschule in Seligenstadt: Auch die Absolventen der 10aR haben ihren Abschluss jetzt in der Tasche.

Es ist ein außergewöhnliches Schuljahr, das hinter den 121 Absolventinnen und Absolventen der Merianschule in Seligenstadt liegt. Abschlussprüfungen in Zeiten von Corona zu schreiben, ist eine Herausforderung, die zu würdigen sei – da sind sich alle Gratulanten bei den Feierlichkeiten einig.

Seligenstadt – Weil das Coronavirus noch immer für Einschränkungen sorgt, konnten die Klassen der Merianschule in Seligenstadt in diesem Jahr nur einzeln und über mehrere Tage verabschiedet werden. Den Anfang machten am Freitag die Schüler der 10aR. „Nun starten die letzten 60 Minuten der letzten Folge der letzten Staffel der Serie ‘Merianschule’ für euch“, begrüßte sie Lehrer Daniel Thomas, der die Abschlussfeierlichkeiten moderierte. Und wie er schon ankündigte, kam in diesen „letzten Folgen“ alles zusammen. So begeisterten in der 10aR Emma Posavec mit dem Lied „Lieber so“ von Yvonne Catterfeld und Noelia Balsera Nenner mit einer spanischen Ballade ihre Mitschüler.

Weitere Höhepunkte waren jeweils die Auszeichnung für die Klassenbesten. Aus der 9aH erhielt diese Amir Kazemzadeh (Note 2,0), in der 9bH Niklas Leidner und Gianni Meloni (beide 1,8) und in der 9dH Joan Lenk (1,7), die gleichzeitig schulbeste Hauptschülerin ist, wofür sie auch vom Lions-Club geehrt wurde. In der Realschule waren die Klassenbesten Max Wagner (1,5) in der 10aR, Leona Ladovic (1,4) in der 10bR, die auch schulbeste Realschülerin ist, und Oliver Schütz (1,5) in der 10cR.

Jede Abschlussveranstaltung an der Merianschule wieder unterschiedlich

Die Tanz-AG verabschiedete die Absolventen der Merianschule.

Außerdem wurde Schulsprecherin Noelia Balsera Nenner für ihr außerordentliches Engagement in der Schulgemeinde gewürdigt, das sie beim Abschluss ihrer Klasse mehrfach unter Beweis stellte: Gemeinsam mit Lehrerin Lena Sauer tanzte sie zu „This is me“ aus dem Film „The Greatest Showman“. Und selbst beim Auftritt der Tanz-AG hatte die Schülerin ihre Finger im Spiel. Sie ist die ehrenamtliche Trainerin der Gruppe.

Zwischenzeitlich standen im „Serienfinale“ aber auch die Lehrerinnen und Lehrer im Mittelpunkt. Mit Blumen, Karten sowie kleinen Präsenten bedankten sich die Absolventen bei ihnen für ihre Unterstützung und Geduld.

Unter den Gratulanten befand sich zudem wieder Bürgermeister Daniell Bastian, der sich sichtlich freute, nach einer Corona-bedingten Pause wieder dabei zu sein. Für die Zukunft gab er den Absolventen einen Tipp: „Es ist das größte Glück, einen Job zu machen, der einen erfüllt und der einem Spaß bereitet. Nun liegt es an euch, herauszufinden, was euch Spaß macht.“ Für die nähere Zukunft galt sein zweiter Rat: „Lasst es jetzt mit Freunden und Familie krachen!“

Rektor Günter Urban verabschiedet sich ebenfalls - in den Ruhestand

Egal ob eine Zugfahrt, ein Fußballspiel oder Mathe bei Frau Sauer: Alles im Leben finde ein Ende, darauf wies wiederum Schulleiter Günter Urban hin. Doch in jedem Ende schlummere ein Reiz, ein Anfang – „das ist spannend.“ Das gelte nicht nur für die Absolventen, sondern auch für ihn. Zum Ende des Monats verlässt er als Rektor die Merianschule und verabschiedet sich in den Ruhestand. „Ich gehe mit euch“, sagte er und bedankte sich bei den Schülern. „Ich habe mit euch dazugelernt, mit euch gelitten und meinen Beruf immer mit Leidenschaft gemacht.“

Bei sechs kleinen Abschlussfeiern konnte sich Urban in den vergangenen Tagen persönlich von den Absolventen verabschieden. „Wir haben 59 Realschul- und 43 Hauptschulabschlüsse vergeben“, sagt er. Die restlichen 19 Schülerinnen und Schüler wiederholen den Abschlussjahrgang freiwillig oder unfreiwillig – acht verlassen die Schule mit einem Abgangszeugnis. Über die Zukunftspläne der Absolventen verriet er: „35 Prozent etwa werden auf weiterführende Schulen gehen, ähnlich viele planen eine Berufsausbildung. Und der Rest hat vor, demnächst mit einem Praktikum, einem freiwilligen sozialen Jahr oder ähnlichem weiterzumachen.“ (Von Julia Oppenländer)

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