Von den 56.500 Euro bleiben nur 25.500

Seligenstadt (mho) ‐ Zur Abwechslung mal eine gute Nachricht aus der Seligenstädter Kämmerei: „Das Finanzministerium teilte uns mit, dass das Land den kommunalen Finanzausgleich gegenüber ersten Planungen um 30 Millionen aufgestockt hat“, freut sich deshalb Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams.

Für die Stadt Seligenstadt bedeutet diese Aufstockung des Topfes einen Mehrertrag bei der Schlüsselzuweisung in Höhe von rund 56 500 Euro, den die Bürgermeisterin noch in den aktuellen Haushaltsplanentwurf einarbeiten lassen will.

Für alle Kommunen im Lande ist dies eine positive Nachricht, denn der kommunale Finanzausgleich ist die Berechnungsgrundlage für eine wichtige Ertragsart der Kommunen, der so genannten Schlüsselzuweisung. Hierbei handelt es sich um eine Geldspritze des Landes an die Landkreise, Städte und Gemeinden. Sie verfolgt das Ziel für einen gewissen Ausgleich der Finanzkraft der Kommunen in Hessen zu sorgen, damit jeder Bürger landesweit in etwa vergleichbare Verhältnisse vorfindet.

Wichtige Ertragsart

Allerdings schmälert eine andere Tatsache die Freude der Verwaltungschefin enorm. Der kommunale Finanzausgleich verfolgt noch ein weiteres Ziel. So dient er neben der Berechung der Schlüsselzuweisung auch der Berechnung der Kreis- und Schulumlage, quasi dem „Mitgliedsbeitrag“ der kreisangehörigen Städte und Gemeinden an den Kreis. Wenn die Erträge der Städte und Gemeinden steigen, steigt auch die Umlage an den Kreis. Damit wird ein Großteil des Plus' der Städte und Gemeinden gleich schon wieder abgeschröpft. Für Seligenstadt erhöht sich die Kreisumlage um 20.000 Euro und die Schulumlage um 11.000 Euro. Die Bürgermeisterin bedauert, dass auf diesem Wege in Summe 31.000 Euro bereits schon wieder in Richtung Kreisverwaltung abfließen. Der Stadt Seligenstadt verbleiben somit im Saldo gerade einmal 25.500 Euro oder rund 45 Prozent des ursprünglichen Betrages.

Rubriklistenbild: © pixelio/knipseline

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