AK-Büro an Kolpingstraße

Stadt unterstützt Sprachkurs-Projekt für Flüchtlinge

Seligenstadt - Die Stadt Seligenstadt unterstützt das Projekt „FLIDUM“ im laufenden Jahr mit einem Zuschuss in Höhe von rund 28.000 Euro. Bei der Initiative des Arbeitskreises „Willkommen in Seligenstadt“ geht es um Sprachkurse für Flüchtlinge, das Geld soll Miet- und Nebenkosten abdecken.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte Ende November die Unterstützung des Projekts FLIDUM (Flüchtlinge Lernen Integrativ Deutsch Und Mehr) angekündigt. Der Magistrat sollte sich mit dem Raumkonzept des AK Willkommen beschäftigen, dabei die Miet- und sonstige Kosten zusammenstellen. Die Beschlussfassung über die Zuschussgelder delegierte das Plenum an den Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss, der am Montag tagte. Die Entscheidung, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian, sei nach ruhiger, konstruktiver Diskussion ohne jede Polemik und einstimmig getroffen worden.

Der Arbeitskreis Willkommen hatte inzwischen ein modernes Sechs-Zimmer-Büro (190 Quadratmeter) mit guter EDV-Verkabelung an der Kolpingstraße 36 gefunden. Der monatliche Mietpreis beträgt 1 500 Euro Kaltmiete plus 500 Euro Nebenkosten. Hinzu kommen einmalig 3000 Euro als Kaution. Der Arbeitskreis erbat zudem einen Zuschuss für Kommunikationskosten (Telefon, Internet) von 1 000 Euro jährlich. Die Ausstattung der Unterrichts- und Büroräume will er durch Eigenleistung und Spenden übernehmen.

Da der Arbeitskreis keine Gesellschaft mit Rechtsform ist, soll die katholische Pfarrgemeinde St. Marien als Mieterin der Büroräume auftreten, dem AK die Räumlichkeiten zur Nutzung überlassen. Die Stadt soll die entstehenden Kosten an die Pfarrgemeinde St. Marien zahlt.

Bilder: So helfen Sie Flüchtlingen in der Region

Der Haushalt der Stadt für das Haushaltsjahr 2016 wurde unter Auflagen der Kommunalaufsicht des Kreises genehmigt. Eine der Auflagen beinhaltet, dass die Stadt neue freiwillige Leistungen nur nach vorheriger Genehmigung leisten darf.

Die Übernahme der Miet-, Neben- und Kommunikationskosten sowie des einmaligen Zuschusses ist eine solche freiwillige Leistung, für die im Doppelhaushalt 2015 / 2016 keine Mittel vorgesehen sind. Eine solche Maßnahme war bei Erstellung des Haushalts natürlich nicht absehbar. Doch kann die Finanzierung - vorgesehen sind Mittel aus dem Bilanzgewinns der Sparkasse Langen-Seligenstadt 2014 - erst erfolgen, wenn die Kommunalaufsicht des Kreises grünes Licht gegeben hat.

mho

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare