„Alles ruhig und human abgelaufen“

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Hexenrummel in Seligenstadt.

Seligenstadt (th) ‐ An die 8000 Menschen, so schätzt die Seligenstädter Polizei, haben die Mittwochnacht zum Tag gemacht. Hexenrummel in Seligenstadt; Großkampftag für Gaststätten und Kellner, Budenbetreiber und Ordnungskräfte.

Schon gegen 20 Uhr hatten sich lange Schlangen vor den Gaststätten am Freihofplatz, an der Bahnhofstraße und am Riesen gebildet. In bitterer Kälte standen Clowns und Piraten, Hexen und Matrosen an, um einen der begehrten Plätze im Warmen zu erhalten. Und die Stimmung in den Gaststätten und Sälen war wieder einmalig: Fastnachtsmusik tönte überall, es wurde gelacht, geschunkelt und getanzt. Ein Fastnachtsnarr aus Hanau: „Wir haben schon Karneval in Köln und Mainz gefeiert, mittlerweile fahren wir aber nur noch nach Seligenstadt.“ Der Hexenrummel am Mittwoch, das Prinzenwecken am Montag, der Zug vor schöner Altstadtkulisse, dies sei für ihn reizvoller als die Veranstaltungen in den Großstädten.

Drei Streifenteams der Polizei waren in der Nacht unterwegs, verstärkt durch jeweils einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Durch diese intensive „Bestreifung“ - so heißt es im Polizei-Jargon - konnten kleinere Rangeleien von zumeist alkoholisierten Narren im Vorfeld verhindert werden. Lediglich vor dem Riesen und auf dem Marktplatz kam es laut Polizei zu einigen harmloseren Schlägereien, die jedoch schnell gestoppt werden konnten. In einem Fall wurde Pfefferspray sichergestellt. Insgesamt sprachen die Beamten zehn Platzverweise aus. „Alles in allem ist der Hexenrummel aber ruhig und human abgelaufen“, ziehen die Beamten ein positives Fazit des ersten Fastnachts-Höhepunktes in der Einhardstadt. Auch die Zusammenarbeit mit den Türstehern sei sehr positiv gewesen. Das Wetter half der Polizei ebenfalls: Als in der Nacht leichter Schneefall einsetzte, zogen viele Narren die heimische warme Wohnung den kalten Gassen vor.

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