Integriertes Klimaschutzkonzept

Ambitionierte Energieziele

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Montage einer Solaranlage

Seligenstadt - Eine Konzept zur Verbesserung der „Atmosphäre“ zwischen Stadtverordnetenversammlung und Seligenstädter Rathausspitze steht in den Sternen, zur Verbesserung unseres Kleinklimas hat der Magistrat nun allerdings einen konkreten Vorschlag unterbreitet - mit durchaus ambitionierten Zielen. Von Michael Hofmann

Für das Klimaschutzmanagement hat das Parlament bereits eine Stelle bewilligt, nun will die Einhardstadt mit einem „integrierten Klimaschutzkonzept“ Nägel mit Köpfen machen. Demnach soll die Stadt die Werte des „Energie-Zielszenarios 2050“ mit den dazugehörigen Etappenzielen anstreben. Kernpunkte des Szenarios sind

- 100 Prozent Erneuerbare-Energie-Versorung, davon zwei Drittel selbst erzeugt.

- Einsparung von fast der Hälfte des heutigen Primärenergiebedarfs mit dem Schwerpunkt Wärmeenergie.

- Eine zentrale Säule der erneuerbaren Energien stellt die Produktion von Solarstrom im Freiland dar. Weitere Schwerpunkte bilden Solarwärme, Windenergie, Umgebungswärme. Versorgungssicherheit durch „Import“ erneuerbarer Energien (ein Drittel).

Energiewende: Windräder, Solarparks und Biogasanlagen kosten

- Die Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung erkennt in einer dauerhaften, breiten Aktivierung der Bevölkerung einen Schlüssel für eine erfolgreiche Energie- und Klimaschutzpolitik (...) Die Stadtverordnetenversammlung sieht die Notwendigkeit der Bereitstellung von personellen Kapazitäten in der Verwaltung für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept. Zur finanziellen Entlastung der Stadt wird die Förderung des Klimaschutzmanagers beantragt.

- Der Klimaschutzmanager legt jährlich einen Fortschrittsbericht vor (...) Die Stadtverordnetenversammlung wird sich innerhalb des Jahres gemeinsam mit Hilfe eines „simWATT-Workshops“ in die fachliche Materie der Energiewende einarbeiten.

Wie der Treibhauseffekt funktioniert

Wie der Treibhauseffekt funktioniert

Hintergrund: Mitte August des Jahres 2008 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Die Stadt selbst ist als Unterzeichnerin der Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“ eine Selbstverpflichtung eingegangen, zukünftig Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen sowie verstärkt erneuerbare Energien einzusetzen.

Das Klimaschutzkonzept entstand stufenweise. In der ersten Stufe wurden Interviews mit lokalen Akteuren durchgeführt. Nach Abschluss der Interviews beteiligte sich eine Steuerungsgruppe (Stadtverwaltung, Parteien, Banken, Energieversorgern, Kreisverkehrsgesellschaft sowie Verbände und Vertreter aus der Bevölkerung) aktiv am Erstellungsprozess des Klimaschutzkonzeptes. Anschließend wurde eine Kohlendioxid-Startbilanz, welche auf den Einwohner- und Beschäftigtenzahlen in Seligenstadt beruht, analysiert. Im weiteren Verlauf stand Mitte 2012 ein ganztägiger öffentlicher Klima-schutz-Workshop (Ideenwerkstatt) im Bürgerhaus Froschhausen auf dem Programm. Weitere Workshops folgten im September 2012 und im Januar 2013.

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