Schutz der Älteren geht vor

Angebote der Seniorenberatung durch Pandemie stark eingeschränkt

Notlösung: Auch 2021 waren viele Beratungsgespräche nur telefonisch möglich.
+
Notlösung: Auch 2021 waren viele Beratungsgespräche nur telefonisch möglich.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erschweren weiter die Arbeit für und mit Senioren in Seligenstadt. Der Rückblick aufs vergangene Jahr zeigt: Erst ab Juni waren Beratungen wie gewohnt möglich. Im ersten Halbjahr fanden sie aufgrund der Kontaktbeschränkungen meist telefonisch und nur ausnahmsweise in Form eines persönlichen Gesprächs statt.

Seligenstadt - Hausbesuche gab es in Seligenstadt nur in begründeten Ausnahmefällen. Die monatlichen Gesprächskreise für pflegende Angehörige und Pflegepersonen wurden ab Juli wieder angeboten. Weder die traditionelle Seniorenfastnacht, ausgerichtet vom Seniorenbeirat der Stadt, noch Seniorennachmittag, Adventsfeiern, Ausflüge und Informationsveranstaltungen konnten aufgrund von Auflagen zum Schutz der Risikogruppen stattfinden. Lediglich das Seniorenkino im Kino Turmpalast öffnete in den Monaten Juli bis November seine Säle. Das Kulturamt Aschaffenburg sagte für die Spielzeiten 2020/2021 und 2021/2022 die Abonnements für Senioren ab.

Die von den Maltesern ausgebildeten Seligenstädter Demenzlotsen trafen sich im September zum dritten Erfahrungsaustausch. Beiträge wurden erstellt für die Seniorenzeitschrift „Für uns“, die alle drei Monate erscheint.

Ursula Döbert für Engagement bei der Seniorenarbeit in Seligenstadt gewürdigt

Wie jedes Jahr wurde die ehrenamtliche Seniorenarbeit gewürdigt. Seniorenkreise und Vereine erhielten nach den Richtlinien zur Förderung der Seniorenarbeit einen finanziellen Zuschuss. Auch eine Trägerin des Ehrenpreises der Senioren wurde gekürt. Er ging an Ursula Döbert für ihr jahrzehntelanges Engagement beim Mittwochsfrühstück im Nachbarschaftshaus. Bürgermeister Daniell Bastian verlieh die Auszeichnung nicht wie gewohnt während des Seniorennachmittags, sondern im Beisein des Seniorenbeirats, des Ersten Stadtrats Michael Gerheim sowie der früheren Bürgermeister Dagmar B. Nonn-Adams und Rolf Wenzel.

Seniorenberaterin Anke van den Bergh

Die Seniorenberatung legt Wert auf enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat. In regelmäßigen Sitzungen geht es um die Belange der Generation 60 plus. Seniorenberaterin Anke van den Bergh wirkt zudem in Arbeitskreisen auf kommunaler und auf Kreisebene mit: Leitstelle Älterwerden, Arbeitskreis Beratung und Koordination und Regionalteam Ost (Kooperation Gemeinden/Beratungsstellen).

Seniorenarbeit liegt Stadt und Bürgermeister am Herzen

Ein Schwerpunkt war das ämterübergreifende Projekt „Zusammen.Leben.Seligenstadt“, aus dem die Integrations- und Vielfaltsstrategie entwickelt wurde. Im weiteren Verlauf bildeten sich aus der Stadtverwaltung, dem Arbeitskreis Willkommen und dem Förderkreis Lichtblick Arbeitsgruppen zum Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Eine Gruppe widmete sich dem Bau von Rampen aus gespendeten Legosteinen. Auch da beteiligte sich Seniorenberaterin van den Bergh. Mittlerweile gibt es in Seligenstadt zwei Rampen vor Ladenlokalen, die Menschen mit Gehbehinderung oder Kinderwagen den Zutritt erleichtern.

„Uns liegt die Seniorenarbeit sehr am Herzen, aber wir müssen auch an den Schutz der älteren Generation denken. Die Seniorenberaterin bleibt auch 2022 weiter für Sie da“, versichert Bürgermeister Daniell Bastian. Noch nicht einzuschätzen sei, ob in den kommenden Monaten wieder Freizeit- und Informationsveranstaltungen möglich seien. (fj)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare