Bei Anwohnern und Parteien

Widerstand gegen Fahrradstreifen wächst

Seligenstadt - Der Widerstand gegen die Pläne für einen Fahrradschutzstreifen und den einseitigen Wegfall von Parkplätzen an Kaiser-Karl- und Wolfstraße wächst nicht nur bei den Anwohnern, sondern auch in den politischen Fraktionen.

Entgegen der Formulierung in der Einleitung zum Leserbrief in unserer gestrigen Ausgabe handelt es sich bei dem Vorstoß keineswegs um eine Anregung der SPD, sondern um eine Vorlage des Magistrats. Der Antrag, die Hälfte der Parkplätze in den genannten Straßen zu streichen und einen Fahrradstreifen einzurichten, sei von der Verwaltung ausgearbeitet und vom Magistrat den städtischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt worden, erinnert die SPD. Nach einem Ortstermin der Koalitionspartner SPD, FDP und FWS mit den Anwohnern Mitte August habe SPD-Vertreter Michael Gerheim signalisiert, dem Antrag in dieser Form nicht zuzustimmen. Die Anlieger waren zahlreich erschienen und hatten die Pläne entschieden abgelehnt. In der Ausschusssitzung am Dienstag bestätigten die politischen Vertreter ihre kritische Haltung. „Falls dieser Antrag vom Magistrat nicht zurückgezogen wird, wird er von der SPD und auch den anderen Koalitionsfraktionen abgelehnt“, kündigt SPD-Vorsitzender Dr. Reiner Stoll an.

Auch die CDU verweigert ihre Zustimmung. An der Wolfstraße würden „auf einer Straßenseite mindestens 30 Parkplätze ersatzlos entfallen“, so Fraktionschef Joachim Bergmann. Weitere 40 wären es an der Kaiser-Karl-Straße. In Kombination mit den geplanten Gebühren für die Parkplätze Feuerwehrhaus und Kapellenplatz erhöhe das „unnötigerweise den Parkplatzsuchverkehr und den sowieso schon vorhandenen Parkdruck in der Innenstadt“, ergänzt Ortsverbandsvorsitzender Dr. Richard Georgi. Die CDU-Fraktion lehne den Antrag des FDP-Bürgermeisters daher ab.

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Rubriklistenbild: © dpa

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