Integration eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Auf dem Weg zum Vielfaltsmanager

Projekt „Zusammen.Leben.Seligenstadt“: Interessierte Bürger erörterten gesellschaftspolitische Aspekte von Integrationsarbeit und Vielfalt.
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Projekt „Zusammen.Leben.Seligenstadt“: Interessierte Bürger erörterten gesellschaftspolitische Aspekte von Integrationsarbeit und Vielfalt.

Seligenstadt – In der neuen Broschüre „Integrations- und Vielfaltsstrategien für Seligenstadt“ sind die Ergebnisse des einjährigen Projekts „Zusammen.Leben.Seligenstadt“ (2018/2019) zusammengefasst, das im Zuge des Förderprogramms „Kommunale Integrations- und Vielfaltsstrategien“ des Ministeriums für Soziales und Integration stattfand. „Integration und gelebte Vielfalt schaffen gleichberechtigte Chancen und Angebote, zu denen die gesamte Bevölkerung Zugang haben muss“, so Erster Stadtrat Michael Gerheim im Vorwort der Broschüre.

Persönliches Engagement und die Bereitschaft, diese Angebote zu nutzen, seien dafür unerlässlich, so Gerheim weiter. Erst durch dieses Zusammenwirken könne Integration Wirklichkeit werden „und eine Voraussetzung dafür bilden, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Zusammenleben auf ein stabiles Fundament gebaut werden.“

Am Projekt „Zusammen.Leben.Seligenstadt“ beteiligten sich engagierte Bürger ein Jahr lang mit Unterstützung durch eine externe Prozessbegleitung sowie die WIR-Koordination des Kreises. Mit bestimmten Beteiligungsformaten wollte die Steuerungsgruppe den Dialog anstoßen und erreichen, dass sich die Bürgerschaft mit den Themen Integrationsarbeit und Vielfalt intensiver beschäftigt, sich aktiv damit auseinandersetzt und auch an der Ausgestaltung der Integrations- und Vielfaltsstrategie mitwirkt.

In der Broschüre sind dieser Entwicklungsprozess und die unterschiedlichen Beteiligungsformate beschrieben sowie erste Handlungsfelder benannt. Im Juni 2020 hatte die Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung dieses Strategiepapier als Konzept, Handlungsempfehlung und Querschnittsaufgabe für die Integrationsarbeit in der Einhardstadt beschlossen.

„Um den Prozess weiter zu führen und die Nachhaltigkeit zu sichern, haben wir uns um die Teilnahme am Projekt ,Vielfaltsorientierung in hessischen Kommunen: Treiber von Integration und Zusammenhalt‘ der IMAP-GmbH, eines Beratungsinstituts mit Schwerpunkt Integration und Migration auf kommunaler Ebene, beworben und den Zuschlag erhalten“, berichtet Gerheim. Eine zentrale Maßnahme dieses Projektes sei die Schulung von Haupt- und Ehrenamtlichen zu sogenannten Vielfaltsmanagern. Sie sollen künftig mit zur Umsetzung der kommunalen Vielfalts- und Integrationsstrategien beitragen und als Multiplikatoren Vielfalt, Teilhabe und Integration nachhaltig stärken.

Das Projekt „Vielfaltsorientierung in hessischen Kommunen“ wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert und ist damit für die teilnehmenden Kommunen kostenlos. Insgesamt können 15 Kommunen in Hessen teilnehmen – die Stadt Seligenstadt ist eine davon.

Die neue Broschüre „Integrations- und Vielfaltsstrategie für Seligenstadt“ gibt es für Interessierte in gedruckter Form im Integrationsbüro der Stadt im Nachbarschaftshaus Am Hasenpfad 31 (Telefonnummer 06182 87 4000; E-Mail-Adresse: soziale-infrastruktur@seligenstadt.de) oder online auf der Homepage der Einhardstadt

»seligenstadt.de

Neue Broschüre: „Gleichberechtigte Chancen und Angebote für die gesamte Bevölkerung“.

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