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Beispiel für andere Kommunen

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Seligenstadt/Mainhausen - Den „Spar-Euro“ verliehen gestern der Bund der Steuerzahler Hessen und der Städte- und Gemeindebund in Wettenberg (Landkreis Gießen) an Kommunen, die durch wirtschaftliches Verhalten, Förderung des bürgerschaftlichen Engagements oder gemeindeübergreifende Projekte positive Beispiele für andere Kommunen abgeben. Von Michael Hofmann

Einen „Spar-Euro“ samt Ehrenurkunde erhielten neben der gastgebenden Gemeinde Wettenberg, der Stadt Gersfeld und der Gemeinde Ebersburg (beide Landkreis Fulda) auch die beiden Ostkreis-Kommunen Seligenstadt und Mainhausen für ihr Projekt der „interkommunalen Zusammenarbeit“. Zwar ist der Preis nicht dotiert, doch dürfen sich die beiden Bürgermeisterinnen Dagmar B. Nonn-Adams (Seligenstadt) und Ruth Disser (Mainhausen) über eine großzügige Dreingabe aus dem Innenministerium freuen: Ihr Modell erhält aus Wiesbaden einen Förderbetrag von 50 000 Euro.

Im Juni 2008 besiegelten beide Kommunen ihr Projekt „interkommunale Zusammenarbeit“ im Bereich Personalverwaltung. Mit der Zielsetzung, effiziente Strukturen zu schaffen, die Effektivität der Aufgabenerfüllung zu steigern und Einsparvolumen zu nutzen, hatten die Bürgermeisterinnen Möglichkeiten der Zusammenarbeit ihrer Verwaltungen geprüft. So wurde bereits ein Kooperationsverbund im Bereich der Feuerwehren beschlossen, der Kosteneinsparungen mit sich bringt.

Angesichts der identischen Aufgabenstellung beider Personalämter und der angespannten finanziellen Situation beider Kommunen galt es Kapazitäten, Kräfte und Kosten zu bündeln. Die Kosten werden im Verhältnis der „zu verwaltenden Mitarbeiter“ getragen. Nach den Beschäftigtenzahlen kann man dabei von zwei Dritteln Kostenanteil für Seligenstadt und einem Drittel für Mainhausen ausgehen. Die reinen Personalkosten der Kooperation betragen jährlich rund 175 000 Euro - 115 000 Euro entfallen auf Seligenstadt. Damit lassen sich allein für Seligenstadt Einsparungen von 35 000 Euro erzielen. Eine Ersparnis von weiteren jährlich 5 000 Euro kam zum Tragen, da die Leitungsstelle um eine Besoldungsstufe reduziert wurde. Den „Spar-Euro“ überreichten Ulrich Fried, Vorsitzender des BdSt Hessen, und Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes.

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