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Weiteres Bestattungsangebot: Baumgrab-Urnenanlage auf neuem Friedhof Seligenstadt

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Baumgrab-Urnenanlage: Der Erwerb eines Felds vorab ist nicht möglich.
Baumgrab-Urnenanlage: Der Erwerb eines Felds vorab ist nicht möglich. © privat

Ein weiteres alternatives Bestattungsangebot unterbreitet die Stadt Seligenstadt: eine Baumgrab-Urnenanlage.

Seligenstadt – Seit Jahren schon lässt sich ein deutlicher Trend weg von der klassischen Sargbestattung und hin zur Urnenbestattung feststellen. Im Gegensatz zur klassischen Beerdigung im Sarg bietet die Feuerbestattung eine Reihe von unterschiedlichen Beisetzungsmöglichkeiten, von denen die Stadtverwaltung nun eine weitere aufgenommen hat. Auf dem neuen Friedhof gibt es jetzt eine Baumgrab-Urnenanlage. In dem eigens angelegten Feld mit einer im Zentrum eingepflanzten Linde befinden sich insgesamt 44 Urnenplätze mit je vier Fächern.

„Die vier Kammern je Urnenplatz werden nicht einzeln vergeben. Sobald ein Feld erworben wurde, stehen die anderen drei der gleichen Familie zur Verfügung. Die Laufzeiten müssen natürlich beachtet werden. Es ist nicht möglich, im Vorfeld eine dieser Grabstätten zu reservieren oder zu kaufen. Ein Erwerb kann wie bei allen Bestattungsarten ausschließlich im Trauerfall erfolgen“, erläutert Erster Stadtrat Michael Gerheim.

Ebenfalls auf dem neuen Friedhof befindet sich derzeit eine weitere Urnenwand mit 48 Kammern in der Umsetzung. Ein neues Grabfeld für anonyme Bestattungen ist bereits angelegt, eine weitere für die Angehörigen pflegefreie Urnengrabanlage soll noch im Laufe dieses Jahres entstehen. Außerdem wurden auf dem neuen Friedhof in den vergangenen drei Jahren insgesamt 23 Bäume gepflanzt, und seit Jahresbeginn befindet sich eine sogenannte „Baumelbank“ zum Verweilen im Eingangsbereich.

Zahlreiche Einzelmaßnahmen fanden auch auf dem Alten Friedhof statt. Dort wurden in den letzten Jahren neun Bäume entlang des Querwegs am Pfarrbollwerk gepflanzt und dieses grundlegend saniert. Ausbesserungsarbeiten fanden an der denkmalgeschützten Friedhofsmauer zur Mainseite und zur Trauerhalle hin sowie an den Wasserstellen und Wegeinfassungen statt. Die Glaseinfassung in der Fassade der Trauerhalle wurde erneuert. Zur Kapelle „Noth Gottes“ wurde aus Richtung Mainspielplatz der Eingangsbereich neu gepflastert, und der Weg in Richtung Pfarrbollwerk wird in Kürze mit einem Handlauf versehen.

Alle neu gepflanzten Bäume sind so ausgesucht, dass sie heißen Sommermonaten sowie geringem Niederschlag gut standhalten können. Zusätzlich werden Schotterflächen sukzessive in Rasenflächen umgewandelt, um in den Sonnenmonaten die Hitzereflexion des Bodens zu verringern. Bereits seit Jahren wird bei der Friedhofspflege auf den Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel verzichtet.

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