Standesamt-Statistik

Brautpaare sagen gerne „Ja“

Seligenstadt - Die Einhardstadt ist bei Hochzeitspaaren sehr beliebt. So stieg ihre Zahl im vergangenen Jahr an, 162 Paare gaben sich 2014 das Ja-Wort, wie aus der Jahresstatistik des Standes- und Friedhofsamtes hervorgeht. Zugenommen hat auch die Zahl der Urnenbeisetzungen.

Das romantische Ambiente Seligenstadts ist sicher ein Grund dafür, dass sich im vergangenen Jahr mehr Paare trauen ließen als 2013. So stieg ihre Zahl um neun auf 162 Paare an, wie aus einer nun vorgelegten Statistik des Standes- und Friedhofamtes hervorgeht. In einem Fall handelte es sich um eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

„Seligenstadt konnte wieder als Ort für Trauungen punkten. Rund 40 Prozent der Brautpaare wohnen nicht mal in Seligenstadt, was die hohe Attraktivität unserer zwei Trauzimmer, dem Romanischen Haus und der Prälatur im ehemaligen Benediktinerkloster, zeigt. Diese erfreulichen Daten sind ein Zeichen dafür, dass unsere Bemühungen, den sanften Tourismus anzukurbeln, glücken“, zieht Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams eine positive Bilanz.

Werbung für die Stadt

Verschiedene Werbemaßnahmen und auch das Angebot, in der Prälatur heiraten zu können, zeigten Wirkung. „Ich weiß von unseren Standesbeamten, dass die frisch gebackenen Eheleute in aller Regel mit ihrer Hochzeitsgesellschaft zunächst in Seligenstadt bleiben. Sie nutzen gastronomische Angebote, das städtische Stadtführungsangebot, lassen vor Ort und meist von Seligenstädter Fotografen Hochzeitsbilder machen“, erläutert die Rathauschefin.

Diese Werbung sei für die Stadt nicht nur sehr wirkungsvoll und kostenlos, sondern „Wirtschaftsförderung pur“, freut sich Nonn-Adams über den zusätzlichen positiven Effekt für die lokale Wirtschaft und den Stadtsäckel. Für dieses Jahr lägen schon etliche Anmeldungen zur Eheschließung vor. Dabei sei allerdings zu beachten, dass die Sechs-Monats-Frist eingehalten werde, sonst sei eine Reservierung nicht möglich. „Wer seinen Wunschtermin haben möchte, sollte also unbedingt genau sechs Monate zuvor die Anmeldung mit allen erforderlichen Unterlagen beim Wohnsitzstandesamt vornehmen. Beliebte Termine, wie zum Beispiel der 15. Mai 2015 sind schnell ausgebucht“, weiß die Bürgermeisterin.

Hausgeburten gab es im vergangenen Jahr keine, wohl aber eine Nachbeurkundung in die deutschen Personenstandsregister eines im Ausland geborenen Kindes.

Mehr Urnenbestattungen

Die Zahl der beurkundeten Sterbefälle im Standesamtsbezirk Seligenstadt beläuft sich auf 357, das sind zehn weniger als im Vorjahr. Das Friedhofsamt hatte insgesamt 184 Bestattungen zu verzeichnen: in der Kernstadt 129, in Froschhausen 29 und in Klein-Welzheim 26. Bei 70 Prozent wurde eine Urnenbeisetzung gewählt. Hier sei ein stetiger Anstieg zu beobachten, im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 60 Prozent. „Kürzlich wurde auf dem neuen Friedhofsteil in Seligenstadt wieder eine Urnenstele mit 16 Grabkammern errichtet“, fügt die Bürgermeisterin hinzu.

Eingebürgert wurden 23 Menschen, die nun im Besitz eines deutschen Passes sind, zum Teil auch bei doppelter Staatangehörigkeit. Insgesamt 30 Männer und Frauen hatten beim Standesamt Seligenstadt die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt.

Hochzeitstag im Städtchen

„Hochzeitstag“ im Städtchen

Außerdem geht die elektronische Nacherfassung von Alteinträgen weiter zügig voran, berichtet Nonn-Adams. Insgesamt konnten mehr als 800 Geburts- und 160 Eheeinträge anlassbezogen ins elektronische Register überführt werden.

„Dieses Verfahren stellt eine Erleichterung bei der Urkundenausstellung sowie der Weiterbearbeitung dar“, so die Verwaltungschefin abschließend.

(sig)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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