Ausbau in Hainburg, Stillstand in Froschhausen

Breitband bleibt Thema im Ostkreis

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Breitbandtechnik ist auf dem Vormarsch - Grundvoraussetzung für modernes Leben und Arbeiten.  

Ostkreis - Das Thema Breitband steht im Ostkreis auch im neuen Jahr auf der Agenda.

Während in Hainburg der Ausbau vorankommt, kann das Problem im Seligenstädter Stadtteil Froschhausen vorerst nicht gelöst werden, weil Verträge mit einem Netzwerkbetreiber bis 2019 laufen und es einen weiteren NGA-fähigen Netzbetreiber vor Ort gibt. Dennoch erinnerte die Stadtverordnetenversammlung den Kreis jüngst per Beschluss nachdrücklich daran, dass einzelne Ortsteile nicht fallengelassen werden dürfen.

In Hainburg zeigt sich die CDU über die jüngsten Entwicklungen beim Thema Breitbandausbau erfreut. Wie Landrat Oliver Quilling Mitte Dezember erläuterte, übernimmt die Telekom im Kreis Offenbach den Breitbandausbau. Das wurde mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung im Kreishaus im Beisein des Ersten Beigeordneten und künftigen Bürgermeister Alexander Böhn bekräftigt. Damit hat der Kreis Offenbach die Gewissheit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre Breitband in allen 13 kreisangehörigen Kommunen verfügbar ist. „Mit der Zusage für den zügigen Breitbandausbau gewinnt der Wirtschaftsstandort Kreis Offenbach noch einmal an Attraktivität“, so Hainburgs CDU-Vorsitzender Jürgen Harrer. Die Ausbauarbeiten sollen im Januar 2017 in Langen und Seligenstadt beginnen, die weiteren Ausbauplanungen in den anderen Kommunen laufen noch. In der Gemeinde Hainburg, so der zuständige Baudezernent Alexander Böhn, „wurde bereits mit der Ertüchtigung der Kabelverzweiger an verschiedenen Stellen begonnen“.

CDU-Chef Jürgen Harrer betont, es sei ein sehr gutes Zeichen, dass auch in Hainburg in absehbarer Zeit gerade für die ansässigen Unternehmen Breitband mit bis zu 100 Mbit angeboten werde. „Hier hat die CDU-Mehrheitsfraktion gemeinsam mit der Verwaltungsspitze die Interessen unserer Gemeinde hervorragend vertreten und die richtigen Beschlüsse gefasst.“ Die Behauptungen der Grünen im Bürgermeister-Wahlkampf, die Gemeinde nutze beim Thema Breitbandausbau Fördergelder nicht und habe eine Chance verpasst, die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern, seien klar widerlegt. „Steuergelder durch interkommunale Zusammenarbeit gespart, sinnvolle Beschlüsse gefasst und zielführend gearbeitet – das ist die Politik, die die CDU in Hainburg macht.“

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Das gute Ergebnis habe nur dank interkommunaler Zusammenarbeit erreicht werden können. Die 13 kreisangehörigen Städte und Kommunen hatten gemeinsam die Machbarkeitsstudie finanziert und die Ausschreibung auf den Weg gebracht. Nachdem die Telekom erklärt hat, dass sie den Breitbandausbau ihrerseits durchführt, ist die Ausschreibung obsolet geworden und wird aufgehoben. „Damit konnten erhebliche Finanzmittel – auch in Hainburg – gespart werden. Ursprünglich vorgesehen waren in den kommunalen Haushalten der 13 Kommunen 3,2 Millionen Euro, von denen der Kreis selbst bis zu einer Million Euro getragen hätte und die Gemeinde Hainburg 400 000 Euro.“

In Seligenstadt befürwortete die Stadtverordnetenversammlung wenige Tage vor Quillings Stellungnahme einstimmig und ohne weitere Diskussion einen Antrag der Dreier-Koalition SPD, FDP und FWS, nach dem der Kreis Offenbach „den Breitbandausbau in Froschhausen (...) durch die Telekom sicherstellen“ soll. Es sei nicht hinnehmbar, dass ein Ausbau erfolgt und dabei ein einziger Ortsteil unberücksichtigt bleibe. „Ein Breitbandanschluss gehört mittlerweile sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen zu einer Grundvoraussetzung für modernes Leben und Arbeiten.“ (mho)

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