Künftig bei Tourist-Info anmelden

Carsharing hat sich in Seligenstadt etabliert

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Gut gebucht: Der mit „Carsharing“ markierte Parkplatz gegenüber der Gaststätte „Kleines Brauhaus“ ist meist frei.

Seligenstadt - Das Spektrum reicht von kurzen Einkaufsfahrten bis zu längeren Tagestrips: Seit zwei Jahren gibt es die Möglichkeit, am Carsharing teilzunehmen. Und weil das Modell so erfolgreich ist, liebäugelt der Anbieter mit einem weiteren Stellplatz für ein zweites Auto. Von Oliver Signus

Auch die Stadt steigt nun in den Service mit ein. Das Carsharing erfreut sich in Seligenstadt wachsender Beliebtheit. Seit der Mühlheimer Fordhändler Peter Pittner vor zwei Jahren eine Kooperation mit der Stadt eingegangen ist, greifen immer mehr Menschen auf das Leihauto zurück, sagt Alexander Gröschl, Carsharing-Beauftragter des Händlers, beim Pressetermin im Rathaus. Einen Parkplatz hat das Unternehmen am Bahnhof gegenüber des Lokals „Kleines Brauhaus“ gemietet. Die Markierung „Carsharing“ auf dem Asphalt weist darauf hin, dass der Stellplatz reserviert ist. Gerne würde der Mühlheimer Händler einen zweiten Platz reservieren, doch Bürgermeister Dr. Daniell Bastian reagiert mit Blick auf die geplante Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes zunächst zurückhaltend. Nach Abschluss der Arbeiten werde der derzeitige Standort dann auf das Bahngelände verlegt. Bei der Vergabe habe man bewusst einen Platz in Bahnnähe vergeben, damit Reisende ohne großen Aufwand in den Ford Fiesta umsteigen können, erläutert Bastian.

Damit potenzielle Nutzer einfacher an das Auto kommen, bietet die Stadt seit kurzem in ihrer Tourist-Info auf dem Marktplatz Gelegenheit zur einmal notwendigen Registrierung. Mitzubringen sind Personalausweis und Führerschein, eine Bankverbindung muss ebenfalls angegeben werden, um dann auf dem Online-Portal des Ford-händlers den Wagen zu reservieren. Eine Buchung ist außerdem über Internet, eine Smartphone-App oder telefonisch über eine Hotline möglich.

Apps fürs Auto: Diese digitalen Helfer sind wirklich nützlich

Ende April wurde der gebrauchte Fiesta durch das neuste Modell ausgetauscht, sagt Gröschl. Seither seien bereits knapp über 7000 Kilometer damit gefahren worden. Mieter fahren damit zwischen vier, fünf bis hin zu einigen hundert Kilometern. Offensichtlich werde das Fahrzeug auch für Einkäufe genutzt. Besonders oft sei der Wagen auch in den Nachtstunden unterwegs. Über die Gründe dafür kann Gröschl nur spekulieren, denn wofür die Kunden den Wagen nutzen, das weiß er nicht. Eventuell könnten es Flughafenmitarbeiter im Schichtdienst sein.

Da Ford-Carsharing mit dem Anbieter „Flinkster“ kooperiert, können deren Kunden ebenfalls das Auto nutzen - und umgekehrt, so Gröschl.

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