„CDU will vom Wahlbetrug ihres Mitglieds ablenken“

Seligenstadt - (mho) „Da verwechselt die Seligenstädter CDU Ursache und Wirkung“, beurteilen SPD-Fraktionssprecher Jürgen Götz und Ex-Bürgermeister Rolf Wenzel das Ansinnen der Christdemokraten, Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams solle die Kosten für die Wahlwiederholung der Briefwahl in Froschhausen tragen.

Es sei unglaublich, so Götz, „wie die CDU vom Straftatbestand des Wahlbetruges eines ihrer führenden Mitglieder aus Froschhausen ablenken will.“ Schlimm findet der SPD-Sprecher, dass CDU-Fraktionschef Joachim Bergmann einen vermeintlichen Fehler der Gemeindewahlleiterin als „grobe Gesetzesverletzung“ tituliere und im gleichen Atemzug die kriminelle Handlung des Wahlbetruges eines CDU-Freundes zu bagatellisieren versuche, weil dessen gefälschte Stimmzettel keinen Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt haben sollen. „Hier geht es im Vorfeld der Bürgermeisterwahl um Stimmungsmache gegen die Amtsinhaberin in widerlichster Art und Weise“, schimpft der SPD-Sprecher.

„Wer jemals einen Wahldienst übernommen hat, weiß um die Hektik bei der Stimmenauszählung“, meint Ex-Bürgermeister Rolf Wenzel. Wenn dann der bisher einmalige Fall des Verdachts einer Wahlfälschung vorliege, Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet seien, dann könne es zu Fehlern kommen. „Bevor die CDU solche Geschütze gegen die Bürgermeisterin auffährt, sollte sie sich fragen, wie sie mit einem strafrechtlich verurteilten Betrüger in ihren eigenen Reihen umgeht“, fordert Götz. Diesen weiter als Ehrenmann zu behandeln und anderen die Schuld zuzuschieben, sei „hinterhältig“.

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