Patientenzahl reduziert

Asklepios-Klinik bereitet sich auf Corona-Fälle vor

Auch in der Seligenstädter Asklepios-Klinik gilt Besuchsverbot. Ausnahmen sind lediglich nach ärztlicher Rücksprache möglich. 
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Auch in der Seligenstädter Asklepios-Klinik gilt Besuchsverbot. Ausnahmen sind lediglich nach ärztlicher Rücksprache möglich. 

Die Asklepios-Klinik Seligenstadt hat die Patientenzahl reduziert, um Corona-Fälle versorgen zu können.

Seligenstadt – Zahlreiche Vorkehrungen hat die Seligenstädter Asklepios-Klinik getroffen, um möglichst viele schwerkranke Corona-Patienten versorgen zu können. „Wir haben die Zahl der Patienten in unserem Haus stark reduziert, um unsere Mitarbeiter zu schonen und sie auf die bevorstehende Zeit vorzubereiten“, sagt Geschäftsführer Moritz May. Alle Vorbereitungen hätten zum Ziel, jedem Patienten im Seligenstädter Akutkrankenhaus die bestmögliche Versorgung zu sichern.

„Als spezifische Maßnahme sind unsere Mitarbeiter – vor allem in den Zentralen Notaufnahmen – mit umfangreichem Schulungsmaterial, basierend auf den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, sowie von unserem Hygienepersonal informiert worden“, erläutert May weiter.

Das Informationsmaterial werde ständig aktualisiert. „Beim Auftreten von Massenerkrankungen greifen grundsätzlich die Pandemiepläne der jeweiligen Bundesländer. Mit den Experten und Task Forces der Bundesländer, Gemeinden und Städte stehen unsere Kliniken im ständigen Austausch“, erläutert der Geschäftsführer weiter.

Gemäß Aufforderung der Bundesregierung monitore man täglich die verfügbaren Intensivkapazitäten und halte internistische Intensivplätze frei. Zudem würden bei einer Ausweitung der bundesdeutschen Lage die Beatmungskapazitäten erweitert und zusätzliche Intensivbetten bereitgestellt. All dies gilt laut May auch für die Geriatrie.

Wie in vielen anderen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gilt in der Seligenstädter Asklepios-Klinik seit einigen Tagen ein generelles Besuchsverbot. Ausnahmen seien ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache möglich, zum Beispiel bei Palliativpatienten. „Viele Patienten gehören einer der Risikogruppen an, die in besonderem Maß vor dem Coronavirus geschützt werden müssen. Dazu zählen geriatrische Patienten genauso wie schwerkranke, immungeschwächte Patienten auf der Krebsstation oder Frühchen“, begründet May die bis auf weiteres geltende drastische Maßnahme.

Wer selbst diverse Symptome (trockenen Husten, Fieber, Halsschmerzen) hat, sollte unbedingt auf Besuche in der Klinik verzichten. Das gilt vor allem auch für Rückkehrer aus Risikogebieten. Besondere Verantwortung trage man für Ärzte und Pflegekräfte, „die schon herausragende Arbeit leisten und denen wir in den nächsten Wochen noch mehr abverlangen müssen“, sagt Asklepios-Geschäftsführer Moritz May. Daher müsse jede Möglichkeit, Risiken zu senken, genutzt werden.

VON OLIVER SIGNUS

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