De’Longhi hat Braun übernommen

Treviso/Schwalbach/Seligenstadt (dpa/ku) - Der italienische Elektrogerätehersteller De’Longhi übernimmt den deutschen Konkurrenten Braun.

Man habe sich mit dem Eigentümer Procter&Gamble auf eine dauerhafte Nutzung der Marke und der zugehörigen Patente geeinigt, teilte das Unternehmen im norditalienischen Treviso mit. „Wir sind sehr stolz, dass wir uns mit P&G auf einen Lizenzvertrag über die Sparte der Elektro-Kleingeräte von Braun einigen konnten“, sagt Fabio De’Longhi, Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens. Die Zentrale von De’Longhi Deutschland ist in Seligenstadt beheimatet.

Auch Produktionsanlagen vor allem in Deutschland und eine ungenannte Zahl von Beschäftigten sollen von P&G zu De’Longhi wechseln. P&G bleibe Eigentümer der Marke Braun, die unter anderem für Rasierer und Bügeleisen steht. Das Abkommen steht noch unter dem Vorbehalt wettbewerbsrechtlicher Genehmigungen.

140 Millionen Euro fix

De’Longhi zahlt für die Übernahme nach Angaben von gestern 140 Millionen Euro fix sowie eine variable Summe zwischen 0 und 74 Millionen Euro, die sich aus den Verkaufserlösen der kommenden fünf Jahre errechnet. Der US-Konsumgüterkonzern Procter&Gamble bezeichnete das Geschäft als „exzellente Transaktion“. De’ Longhi sei der perfekte Partner für weiteres Wachstum von Braun. P&G werde sich stärker auf die Entwicklung von Produkten für Schönheit und Pflege konzentrieren.

„Die Marke Braun hat in Deutschland einen exzellenten Ruf“, sagte Helmut Geltner, Geschäftsführer von De’Longhi Deutschland. „Im Verbund mit unseren beiden starken Marken De’Longhi und Kenwood sehen wir daher große Entwicklungschancen.“ De’Longhi beschäftigt in Seligenstadt 90 Mitarbeiter. Sie haben den Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 175 Millionen Euro gesteigert. Der Konzern meldete zuletzt einen Jahresumsatz von 1,63 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 7000 Menschen.

Rubriklistenbild: © Delonghi

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