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Deutlich mehr Gewerbebetriebe: Coronabedingter Einbruch blieb aus

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2687 Gewerbeanmeldungen verzeichnet das Ordnungsamt 2021, 76 mehr im Vorjahr. Im Bild das Areal Südlich der Dudenhöfer Straße.
2687 Gewerbeanmeldungen verzeichnet das Ordnungsamt 2021, 76 mehr im Vorjahr. Im Bild das Areal Südlich der Dudenhöfer Straße. © Hofmann

Der befürchtete coronabedingte Einbruch in der Seligenstädter Gewerbebetriebsstruktur blieb im vergangenen Jahr aus. Das geht aus der Statistik hervor, die die Ordnungsbehörde dieser Tage vorlegte.

Seligenstadt – Im Jahr 2021 hat das Seligenstädter Gewerbeamt 249 Gewerbeanmeldungen, 170 Ab- und 76 Ummeldungen vorgenommen. Im Gegensatz zum Jahr 2020 ist die Anzahl der Gewerbeanmeldungen wieder um 16 gestiegen. Die Gewerbeabmeldungen gingen zeitgleich leicht zurück. „Insgesamt sind für das Jahr 2021 2687 Gewerbebetriebe angemeldet. Das sind 76 mehr im Vorjahr“, fasst der Dezernent, Erster Stadtrat Michael Gerheim (SPD), zusammen.

Allerdings gingen die Anmeldungen für Gaststätten zurück. Wurden 2020 noch neun angemeldet, beläuft sich die Zahl im Vorjahr nur noch auf vier. Die Zahl der vorübergehenden Gaststättenbetriebe, die beispielsweise für Vereinsfeste beantragt werden, ging coronabedingt weiter zurück. Hatte das Ordnungsamt 2019 noch 97 Anmeldungen erhalten, reduzierten sich diese im Jahr 2020 schon auf 46, und im Jahr 2021 lagen lediglich noch 33 vor. Davon betroffen waren auch die Großveranstaltungen des Gewerbevereins. Von den drei geplanten und beantragten Veranstaltungen konnte nur der Hochzeitsfesttag im Oktober mit einem umfangreichen Abstands- und Hygienekonzept stattfinden. Weinfest und Adventsmarkt wurden abgesagt. Auch der Heimatbund und die fastnachttreibenden Vereine haben ihre Veranstaltungen komplett absagt.

Stark zurückgegangen: sogenannte vorübergehende Gaststättenkonzessionen, die Vereine für ihre Feste beantragen. Unser Bild entstand beim Maa-Allee-Fest 2018 des Sängerchors der Turngemeinde.
Stark zurückgegangen: sogenannte vorübergehende Gaststättenkonzessionen, die Vereine für ihre Feste beantragen. Unser Bild entstand beim Maa-Allee-Fest 2018 des Sängerchors der Turngemeinde. © Hampe

An die Altstadtbewohner gab das Ordnungsamt 620 Parkvignetten aus, die innerhalb des Zonenhaltverbots in der Altstadt gelten. Für schwerbehinderte Menschen wurden blaue Parkausweise und Parkerleichterungen erstellt. Das Ordnungsamt leitete 24 Ordnungswidrigkeiten- sowie Zwangsgeldverfahren ein. Im Wesentlichen ging es um Verstöße gegen die Gewerbeordnung, wildes Plakatieren oder das Verursachen von vermeidbarem und unzulässigen Lärm.

Im Zuge des Versammlungsgesetzes wurden zwei Veranstaltungen bzw. Mahnwachen auf dem Marktplatz bearbeitet. Ansonsten haben die ständigen Änderungen der Corona-Regeln viele Kapazitäten gebunden. Zum einen, um Fragen von Gewerbetreibenden, Veranstaltern oder Kunden zu beantworten, zum anderen zur Kontrolle in Gaststätten oder im Einzelhandel.

Im Frühjahr wurden die Wegweiser für das Parkleitsystems in der Kernstadt montiert. Die Maßnahme wurde mit der Installation der Startbeschilderung im November 2021 abgeschlossen und kostete insgesamt rund 22 000 Euro. Die Beschilderung soll Besucher zu den großen Parkeinrichtungen an der Peripherie leiten, um die Altstadt von Park- und Suchverkehr zu entlasten.

Auf einem Streckenabschnitt der L 3065 wurde aus Gründen des Lärmschutzes die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Nachdem Lärmberechnungen von Hessen Mobil für einen Teil der Straße eine erhebliche Lärmminderung ergeben hatte, wurden auf der Kapellenstraße ganztägig Tempo 30 angeordnet. Im weiteren Verlauf der L3065 wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit in den Nachtstunden auf Tempo 30 reduziert. Dies betrifft Teile der Jahnstraße sowie Abschnitte der Steinheimer Straße. Die Maßnahme war ein Ergebnis des Lärmminderungsplans Südhessen.  (mho)

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