Durchbruch im Kampf gegen die Windräder

Seligenstadt - (mho) Eines der Reizthemen in Seligenstadt dürfte in Kürze „vom Winde verweht“ sein. Nach Angaben des Seligenstädter Unions-Politikers Joachim Bergmann plant die CDU/FWG-Gruppe in der Verbandskammer des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main die Streichung der umstrittenen so genannten Vorrangfläche für Windkraft für Seligenstadt aus dem Regionalplan/Flächennutzungsplan.

Bergmann, Seligenstadts Vertreter in der Verbandsversammlung, verweist auf einen Antrag, den die CDU/FWG-Gruppe in ihrer Klausurtagung kürzlich „einstimmig auf den Weg gebracht hat. Dieser wird nun im Planungsausschuss behandelt. Die Beschlussfassung über die zweite Offenlage des Planentwurfes findet am 18. Februar statt.“ Die CDU/FWG-Gruppe verfügt mit 43 Sitzen und 54 Stimmen über die Mehrheit in der Kammer; hinzu kommen SPD (22/28), FDP (5/6) und die Grünen 4/4).

Der Beschluss, und die dahinter stehende Überzeugung, „dass der Bau von Windkraftanlagen in einem bereits stark belasteten Gebiet und der damit verbundenen Zerstörung eines Waldes keinen Sinn macht, entspricht genau der Intention, die ich in den letzten Wochen und Monaten in der CDU/FWG-Gruppe vertreten habe“, sagt Bergmann. Mit dem Bau von Windrädern im Stadtwald auf einer Fläche von über 200 Hektar „wären erhebliche negative Auswirkungen auf wasser- und forstwirtschaftliche Belange zu erwarten gewesen. Zudem würde eine hochgradig schützenswerte Fauna unwiederbringlich vernichtet“, so der CDU-Politiker weiter. Bei der Beratung des Vorentwurfes habe er deshalb wiederholt darauf hingewiesen, dass die Auswahl des ohnehin hoch belasteten Gebiets für ihn vollkommen unverständlich gewesen sei. „Die Bevölkerung trägt die Belastungen des Kraftwerkes Staudinger, der Flughafen ist nicht weit, und der Lärm der Autobahn beeinträchtigt weite Teile des Stadtgebietes. Erholungsflächen in der Nähe sind dringend notwendig, um bei all den Beeinträchtigungen wenigstens ab und zu abschalten zu können.“

Da alle guten Argumente die Verwaltung des Planungsverbandes nicht hätten überzeugen können, habe die CDU in der Planungskammer eine politische Entscheidung getroffen, die konsequent umgesetzt werden müsse. „Im Kampf gegen die Windräder“, so Bergmann weiter, hätten ihn die Stadtverordnetenversammlung mit Ausnahme von FDP und Grünen, die BI um den Froschhausener Joachim Giel sowie Bürgermeisterin Nonn-Adams und Stadträtin Bicherl, die „unermüdlich gegen das Vorhaben argumentierten“, unterstützt.

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