„Ein solches Vorgehen ist keine Utopie“

Seligenstadt ‐ Ein Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums soll die Stadt Seligenstadt werden. Das zumindest fordert die FDP-Fraktion in einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung. Von Michael Hofmann

Seligenstadt ist im Landesentwicklungsplan vom 13. Dezember 2000 als Mittelzentrum ausgewiesen, erfüllt die Kriterien „mittelstädtischer Charakter und mindestens 7.000 Einwohnern im zentralen Ortsteil“ ohne Probleme.

Dagegen können Kommunen bei entsprechenden Infrastruktur und hochwertigen, spezialisierten Einrichtungen Teilfunktionen eines Oberzentrums übernehmen. „Entsprechende Ausweisungen für Friedberg, Bad Nauheim oder Bad Hersfeld zeigen, dass ein solches Vorgehen keine Utopie ist. Für die weitere Entwicklung Seligenstadts in den nächsten Jahrzehnten wäre daher eine entsprechende Ausweisung in dem ab dem Jahr 2010 neu aufzustellenden Landesentwicklungsplan sinnvoll“, argumentiert Seligenstadts FDP-Fraktionschef René Rock. Denn um diese hochwertigen spezialisierte Einrichtungen im wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich in Seligenstadt für das Einzugsgebiet des Kreises Offenbach und darüber hinaus anzusiedeln, „ist die Ausweisung als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums unabdingbar.“ 

Als Mittelzentrum zählt Seligenstadt wie Mühlheim, Rodgau und Rödermark, Obertshausen oder Dreieich zu „Standorten für gehobene Einrichtungen im wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und politischen Bereich sowie für weitere private Dienstleistungen.“ Zudem sind sie Verknüpfungspunkte der öffentlichen Nahverkehrsbedienung. Das nächstgelegene Oberzentrum ist die Stadt Offenbach am Main.

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