Einhard-Gesellschaft

Strategische Neuausrichtung

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Der neue Vorstand der Einhard-Gesellschaft (von links): Michael Müller, Vorsitzende Dorothea Henzler sowie Thomas Laube, Marcus Paschold und Albert Geis.

Seligenstadt - Neue Wege geht die Einhard-Gesellschaft - in ihrer inhaltlichen Ausrichtung, aber auch personell: Staatsministerin a. D. Dorothea Henzler rückt an die Spitze des neuen Vorstandsteams.

Eine neue Ausrichtung plant die Einhard-Gesellschaft, ohne die Wurzeln der Gründung durch Dr. Otto Müller zu vernachlässigen. Aufbauend auf den Schwerpunkten der Vergangenheit, Restaurierung und Erhaltung der beiden Basiliken Einhards in Michelstadt-Steinbach und Seligenstadt, sollen in Zukunft die Person Einhards, sein Wirken und die Karolingerzeit mehr in den Mittelpunkt rücken.

In der sehr gut besuchten Jahresversammlung im Romanischen Haus stellten die Mitglieder dieser Tage die Weichen. Nach dem Tode des bisherigen Vorsitzenden Professor Gerd Habermehl (2010) hatte der Seligenstädter Fritz Haas als dessen Stellvertreter die Leitung der Vereinigung übernommen. Im November 2011 wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der strategischen Neuausrichtung und einem neuen Vorstand beschäftigen sollte. „Die Beschäftigung mit Einhard weitet die persönlichen Perspektiven“, wurden doch in seiner Zeit um das Jahr 800 die Grundlagen für unser heutiges Europa geschaffen, führte Dr. Jürgen Kammer aus München aus, der die Arbeitsgruppe maßgeblich leitete. Einstimmig votierte die Mitgliederversammlung für die Ausrichtung und die vorgeschlagene Namensänderung der ehemaligen Einhard-Arbeitsgemeinschaft in Einhard-Gesellschaft.

Einstimmig wurde auch der neue Vorstand mit der früheren Kultusministerin Dorothea Henzler aus Oberursel, Thomas Laube (Seligenstadt) und Michael Müller (Hanau) als deren Stellvertreter sowie Marcus Paschold (Seligenstadt) als Schriftführer und Albert Geis (Michelstadt) als Schatzmeister gewählt. Dorothea Henzler hob das außerordentliche Engagement von Fritz Haas und Dr. Karl Franz für die Erhaltung der beiden historisch bedeutsamen Basiliken und für ihre Arbeit im Vorstand hervor: „Sie haben die Arbeitsgemeinschaft durch schwierige Zeiten geführt, dafür ein herzliches Dankeschön“.

Die Zeit der Karolinger wird durch den 1200. Todestag Karls des Großen im Jahr 2014, einer großen Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt im Jahr 2017 und dem „Einhard-Jahr“ 2015 verstärkt von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden können. Die Einhard-Gesellschaft steht mit ihren Plänen somit nicht allein. Wichtig ist für Henzler die produktive Zusammenarbeit aller Institutionen, die sich mit Einhard und seiner Zeit beschäftigten. 

(mho)

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