Stadt Seligenstadt ist im Besitz von 76 Liegenschaften

Erheblicher „Erhaltungsbedarf“

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Kaum bekannt: Auch das Kerzenstübchen („Schwedenschänke“) an der Freihofstraße zählt zu den städtischen Besitztümern.

Seligenstadt - Im Besitz von 76 Liegenschaften ist die Stadt Seligenstadt. Der Gesamtsanierungsbedarf liegt bei mindestens 1,75 Millionen Euro. Das geht aus einem Magistratsbericht hervor, der lediglich 52 Objekte bewertet. Von Michael Hofmann 

Eines der bekanntesten Gebäude im Besitz der Stadt Seligenstadt: das Romanische Haus, im Jahr 1188 Stätte des Hoftags von Staufer-Kaiser Friedrich Barbarossa.

Die übrigen 24 werden von der Baugenossenschaft Steinheim verwaltet. Die Drucksache 15-421/I/1263 11-16 nimmt unter den Seligenstädter Stadtverordnetendrucksachen eine Sonderstellung ein, handelt es sich doch um die Umsetzung eines der berühmt-berüchtigten Patina-Beschlüsse. Hinter der Zahlenkolonne verbergen sich sämtliche Liegenschaften der Stadt Seligenstadt sowie Infos über die aktuelle Nutzung, den baulichen Zustand sowie den geschätzten „Erhaltungsbedarf“. Basis ist ein Stadtverordnetenbeschluss vom November 2004! Die mehr als 50 Seiten starke Ausarbeitung, die derzeit als Magistratsbericht im Geschäftsgang ist, basiert auf einer Erhebung des Bauamts. Die Gliederung umfasst den bebauten Grundbesitz in der Kernstadt (37 Objekte), in Froschhausen (10) sowie in Klein-Welzheim (5). Hinzu kommt bebauter Grundbesitz in der Kernstadt und den Stadtteilen, der von der Baugenossenschaft Steinheim verwaltet wird (24) - hauptsächlich Wohnungen, Wohnblöcke und Altenwohnungen. Dazu liegen keine Bewertungen vor.

Beim bebauten Grundbesitz in der Kernstadt weist die Liste beispielsweise Nachbarschaftshaus, Einhardhaus, Friedhof samt Trauerhalle, Brehms Hütte, Feuerwehrgebäude, Jugendmusikschule, Romanisches Haus, den Riesen, das städtische Stadion und natürlich das Rathaus aus. Weniger bekannt dürften die weiteren Besitzungen Schwedenschänke (Kerzenstübchen, Freihofstraße 4), Forstwerkstätte (außerhalb Seligenstadts) oder Aufenthaltsraum und Gerätegebäude (Aschaffenburger Straße 56) sein. Sehr wohl aber zählen Stadtmauer und Türme zu den städtischen Besitztümern. Auch deren Erhalt kostet natürlich Geld (aktuell: Pulverturm Pfarrbollwerk 200.000 Euro).

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Weitere kostenintensive Objekte sind das Schwimmbad (200.000 Euro, allein 100.000 für die Solaranlage), Einhardhaus (120.000 Euro; Außenfassade, neue Fenster), das Feuerwehrgebäude (80.000 Euro; Renovierung der Fahrzeughalle), das Rathaus (310.000 Euro; Außensanierung, Toilettenanlage im Haus Sonne), der Riesen (80.000 Euro; neue Heizung) und die Kindertagesstätte Käthe Münch (65.000 Euro; neue Bodenbeläge).

In Froschhausen umfasst der Immobilenbestand Bürgerhaus, Feuerwehrhaus, Festplatzgebäude samt Toilettenanlage, TuS-Sportanlage, Friedhof, Ehrenmal, ehemaliges Rathaus und Ehrenmal. In Klein-Welzheim stehen Festplatz und -gebäude, Bürgerhaus, Feuerwehrgebäude, das TuS-Areal sowie die Leichenhalle auf der Liste. In diesem Stadtteil ist auch das kostspieligste Seligenstädter Sanierungsvorhaben überhaupt anzutreffen: die Sanierung des Schießstands im Bürgerhaus, die mit 450.000 Euro zu Buche steht.

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