Erinnerung an düstere NS-Vergangenheit

Seligenstadt ‐ Der Opfer des Holocaust gedenkt auch die Stadt Seligenstadt am Mittwoch, 27. Januar. Beflaggte öffentliche Gebäude und Fahnen auf Halbmast erinnern an die vielen Opfer des Nationalsozialismus. Von Michael Hoffmann

„In Seligenstadt halten unsere jüdische Themenstadtführung, der neu gestaltete Synagogenplatz und die Stolpersteine die Erinnerung an diese düstere Vergangenheit und das unbeschreibliche Unrecht beständig wach“, so Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams.

Die so genannten Stolpersteine gegen das Vergessen des Künstlers Gunter Demnig sind kleine Gedenktafeln aus Messing, die vor dem letzten selbst gewählten Wohnort jüdischer Familien ins Trottoir eingelassen sind. Insgesamt hat der Künstler 22 000 Steine in 524 deutschen und in 36 europäischen Städten verlegt. Seit einiger Zeit ist es Brauch geworden am 27. Januar eine Rose auf die Tafeln zu legen.

In Seligenstadt erinnern am Marktplatz und in den Altstadtgassen insgesamt 46 Stolpersteine (2007 und 2008 verlegt) an das ehemalige Wohnhaus jüdischer Familien.

An jenem Januartag im Jahr 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Seit mehr als zehn Jahren wird dieser Tag als nationaler Gedenktag begangen, im Jahr 2005 erklärte ihn die Generalversammlung der Vereinten Nationen offiziell zum internationalen Holocaust-Gedenktag.

Rubriklistenbild: © AP

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