VOLKSBANK Bilanzsumme gesteigert, Dividende von drei Prozent

Erwartungen übertroffen

Volksbank Seligenstadt: Deutliche Überweisung von 420 000 Euro in die Rücklagen, das bilanzielle Eigenkapital auf 20,1 Millionen Euro erhöht.
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Volksbank Seligenstadt: Deutliche Überweisung von 420 000 Euro in die Rücklagen, das bilanzielle Eigenkapital auf 20,1 Millionen Euro erhöht.

Seligenstadt – In der ersten virtuellen Jahresversammlung ihrer Geschichte legte die Geschäftsleitung der Volksbank Seligenstadt eine 2019er Bilanz vor, die sich sehen lassen kann. Neben einer Steigerung der Bilanzsumme können sich die Mitglieder über eine Dividende von drei Prozent freuen.

Die Mitglieder der Volksbank Seligenstadt konnten die Jahresversammlung von zuhause aus live online verfolgen und ihre Stimmen zu Beschlüssen elektronisch abgeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Nover erläuterte den Ablauf der virtuellen Sitzung, nachdem der Juni-Termin coronabedingt ausgefallen war, ergriff der Vorstand diese gesetzlich eingeräumte virtuelle Möglichkeit beim Schopf.

„So wichtig es war, dass sich die Bundesregierung schnell auf ein deutliches Konjunkturprogramm einigen konnte, so stimmt mich die damit einhergehende Schuldenlast sehr nachdenklich“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Müller, der in seinem Vortrag traditionell aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen thematisiert. Es müsse allen klar sein, so Müller weiter, „es sind nicht die Schulden unseres Landes oder der Europäische Zentralbank, es sind die Schulden aller Bürger.“ Um die daraus resultierende Belastung erträglich zu gestalten, sei Wirtschaftswachstum erforderlich. Dies erfordere wiederum eine verlässliche und stabile Wirtschafts-, Energie- und Klimapolitik und einen deutlichen Bürokratieabbau. „Das Wirtschaftswunder Deutschland hätte es mit der aktuellen überbordenden Bürokratie nie gegeben“, gab Müller zu bedenken.

Müllers Vorstandskollege Stefan Rech betonte: „Die Geschäftsentwicklung im letzten Jahr hat unsere Erwartungen übertroffen.“ Mit ihren 34 Beschäftigten und drei Geschäftsstellen habe die Bank ihre Bilanzsumme in Jahr 2019 auf 197 Millionen Euro (Vorjahr: 185 Millionen) steigern können.

Maßgeblich hierfür seien die Kundenforderungen, die auf 181 Millionen Euro (4,2 Prozent) gewachsen sind. Ebenso erfreulich sei die Entwicklung der Einlagen, hier konnte die Bank das Volumen auf 103,4 Millionen Euro (10,2 Prozent) erhöhen. Insgesamt konnte das Kundengesamtvolumen auf 364,1 Millionen Euro (4,9 Prozent) gesteigert werden.

Aufgrund des sehr guten Betriebsergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit nahm die Volksbank eine deutliche Zuweisung zu den Rücklagen in Höhe von 420 000 Euro vor. Das bilanzielle Eigenkapital konnte auf 20,1 Millionen Euro erhöht werden. Neben der Stärkung der Rücklagen erlaubt das Ergebnis eine deutlich über dem Kapitalmarktzins liegende Dividende von drei Prozent an die Mitglieder auszuschütten. „In diesem Zusammenhang bieten wir allen Mitgliedern und Kunden die Möglichkeit, je nach unterhaltenem Geschäftsvolumen, deutlich mehr Anteile zu zeichnen“, fügte Stefan Rech hinzu.

Auch das Prüfungsergebnis spiegelt die positive Situation des Geldinstituts wider. Der Verband hatte den Jahresabschluss geprüft und ihn mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Institut wird eine geordnete Vermögens- und Finanzlage bestätigt.

Die Aufgabe, den Jahresabschluss 2019 festzustellen, hatte der Aufsichtsrat bereits im Juni wahrgenommen. Die Mitglieder erteilten Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung, entschieden über die Gewinnausschüttung, wählten zwei Aufsichtsratsmitglieder und beschlossen Satzungsänderungen. Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Rolf Nover und Christof Sulzmann.  mho

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