„Fachliches Wissen und Können“

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Wann der Pulverturm saniert wird, steht noch in den Sternen.

Seligenstadt ‐ Das Schicksal des sanierungsbedürftigen Seligenstädter Pulverturms ist keinem gleichgültig, gleichwohl scheinen „Kommunikationsprobleme“ für Missverständnisse zu sorgen. Von Michael Hofmann

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So reagiert die CDU-Fraktion erstaunt auf Aussagen der Stadtverwaltung, der Pulverturm an der ehemaligen Mühle am Mainufer könne nicht saniert werden, da die Stadtverordnetenversammlung das benötigte Geld nicht zur Verfügung stelle. „Der erste Schritt wäre doch, dass uns die Verwaltung über die Situation schriftlich informiert und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Wenn dann seitens der politisch Verantwortlichen keine weiterführenden Schritte unternommen - sprich finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt - werden, kann man dies kritisieren. So haben wir leider erst aus der Presse etwas über die Situation erfahren und sind nun durchaus der Auffassung, dass Handlungsbedarf besteht“, kommentiert CDU-Fraktionschef Joachim Bergmann. Mitglieder des Förderkreises Historisches Seligenstadt hätten Interesse signalisiert, der Stadt bei der Sanierung unter die Arme zu greifen.

Die CDU-Fraktion schlägt daher in einem Antrag vor, den Förderkreis zu beauftragen, die Sanierung des Pulverturms „Mulaul“ federführend zu übernehmen. „Für Untersuchungen zum Umfang der Sanierungsmaßnahmen und Aufnahme der ersten Arbeiten sollen im Haushaltsplan der Stadt für das laufende Jahr 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden“, so der CDU-Politiker weiter. Der Magistrat werde aufgefordert, bei den Denkmalschutzbehörden des Kreises und des Landes alle möglichen Zuschussmöglichkeiten zu ermitteln und auszuschöpfen. Der Förderkreis soll zudem gebeten werden, Spenden bei der Sparkassenstiftung für Denkmalschutz und weiteren möglichen Sponsoren zu akquirieren.

Städtische Ressourcen könnten geschont werden

In ihrer Begründung verweist die CDU-Fraktion auf den ausführlichen Bericht in dieser Zeitung vom 8. Januar. Aufgrund der dort geschilderten Umstände sei die Union der Auffassung, „dass so schnell als möglich Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Gefahrensituation zu beseitigen und das historische Gebäude wieder zu sanieren.“ Der Förderkreis Historisches Seligenstadt habe unter anderem bei der Sanierung des Palatiums und der Klostermühle fachliches Wissen und Können sowie sein Engagement für die historischen Bauten unter Beweis gestellt, „so dass es sinnvoll wäre, die engagierten Mitglieder und Fachleute damit zu beauftragen, die Sanierung federführend zu übernehmen.“ Dadurch könnten zudem städtische Ressourcen (Personal und Finanzen) geschont werden, so die Auffassung der Union.

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