TGS-Galasitzungen

Basilika als Regio-Kirche

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Als Meerjungfrauen und Quallen begeistern die Tänzerinnen der Gruppe „Showtime“ das Publikum im Riesensaal.

Seligenstadt - Jung, spritzig und modern, humorvoll, witzig und aktuell, aber ohne die schönen Traditionen der Schlumberfastnacht zu vergessen: So präsentierten sich die Galasitzungen der TGS am Samstag und Sonntag im jeweils ausverkauften Riesensaal. Von Thomas Hanel 

Die Fastnachtssitzungen warteten mit einer Premiere auf: Erstmals leitete Susanne „Suse“ Sommer als Präsidentin das närrische Treiben. Sie tat es souverän und humorig und begeisterte ihr Publikum von Beginn an. Das galt natürlich auch für das neue Kinderprinzenpaar (dazu untenstehender Text). Prinz Max II (Zöller) und Prinzessin Larissa (Danielowski) versprühten gemeinsam mit ihren Pagen Anina (Janitz) und Remig (Halama) viel närrisch-jugendlichen Charme und wurden von den Untertanen im Saal mit großem Applaus und Helau aufgenommen. Wie auch die 23 jungen „Tanzmäuse“ der Minigarde (Trainerinnen Sonja Zöller und Ann-Sophie Walter). Fesch, tolle Kostüme – und mit viel Spaß an der Sache.

An Protokoller Frank Seibel war es, das Geschehen in der großen und kleinen Politik Revue passieren zu lassen. Kein aktuelles Thema ließ er aus – ob große Koalition oder amerikanische NSA-Agenten („Auch wenn es Frau Merkel nicht stört, wir werden alle abgehört“). Aber Seibel hatte die Lösung parat: Brieftauben zur Nachrichtenübermittlung. Ihr humoriges Fett weg bekamen auch der Limburger Bischof und die Offenbacher Kickers. „Wenn die Kickers so weitermachen im Verein, werden sie bald Gegner unserer Sportfreunde sein.“ Und wegen der Umbenennung des Landschaftsmuseums in Regio-Museum mutmaßte Seibel, sehr zur Freude des Publikums, „dass die Basilika demnächst als Regio-Kirche Rhein-Main“ bezeichnet werde.

Jung, anmutig, hübsch

Flotte Rockmusik und moderne Schlager setzte sodann das Miniballett als Automechaniker tänzerisch um. Einfach toll machten das die 33 Kinder (Mini, Midi und Maxi, trainiert von Marina D’Allesio und Catarina Clarizia). Begeistert war das Publikum auch vom Vortrag von Christiane Broughten, die sehr witzig eine Lanze für alle brechen wollte, die ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringen. Meerjungfrauen und – schön umgesetzt – Quallen brachten dann die Tänzerinnen von Showtime auf die Bühne (Simone Ochs / Sabine Großkinsky): Jung, anmutig und hübsch, sehr zur Freude der Zuschauer.

Schwiegertochter gesucht: Matteo Siddi, Dominik Stadler und Mischa Buschmann als Kandidatinnen.

Als Profi-Fastnachterin stand Corinna Kuhn (Bornheimer Karnevalsgesellschaft) auf der Bühne und erklärte sehr witzig den Lauf der Beziehung zwischen Mann und Frau („Ich hab’ nach dem Hund gepfiffen, aber der Mann war schneller“) und das Geheimnis von Kleidergröße „SE“: Small Elephant. Die Band Countdown schaffte es, innerhalb weniger Minuten den Riesen in einen schunkelnden, singenden und tanzenden Hexenkessel zu verwandeln, und bereitete den Kandidatinnen für „Schwiegertochter gesucht“ (Mischa Buschmann, Matteo Siddi und Dominik Stadler) einen optimalen närrischen Empfang. Zuvor begeisterten die Dancing Sisters (Leitung Madelaine Mandel) mit einer Hommage an Russland und Dschingis Khan. Toll anzusehen und sehr anspruchsvoll.

Zeit für die Präsidentin

Zurück zu den drei Grazien von „Schwiegertochter gesucht“: „Männer und Frauen sind wie Essig und Öl. Kaum zusammen, hat man den Salat“, kalauerten sich Magda, Gisela und Tina hervorragend und munter zusammen. Als „das Herz der Fassenacht“ bezeichnete Präsidentin Suse Sommer die Elfergarde (Trainerinnen Daniela Hell und Astrid Skrypzak), die mit einer Polka eine tänzerische und sportliche Höchstleistung zeigte. Eine Rakete vom Publikum belohnte die eindrucksvolle Darbietung.

Die Matrosen vom Männerballett: Athletisch und komisch.

Jetzt war es Zeit für Präsidentin Suse Sommer, mit ihrem Bruder Peter Zelder zum gemeinsamen Vortrag anzutreten. Sie ließen 14 Jahre gemeinsame Auftritte Revue passieren – das Publikum war begeistert. Und ein Höhepunkt jagte den nächsten. Die Gruppe Lametta, die sich leider auflösen wird, ließ die gute alte Disco-Zeit aufleben. Perfekt setzten die Mädchen das Discofeeling auf der Bühne um. Verwundert rieben sich einige Narren die Augen, als plötzlich der Weihnachtsmann (Wolfgang Braun) auf der Bühne stand. Er „entschleunige“ gerade sein Leben: „Ich sitz’ im Eissalon bei 30 Grad – und im Rewe schmilzt die Schokolad‘“. Rakete, tosender Applaus!

Die besten Bilder der Galasitzungen

TGS-Galasitzungen im Riesensaal

Der Abschluss der TGS-Sitzung war dem Männerballett vorbehalten – athletisch, komisch und sehr sehenswert. Die TGS hat sich einmal mehr übertroffen und braucht sich um den Nachwuchs nicht zu sorgen: Als Bühnenhelfer waren ehemalige Kinderprinzen und Pagen im Einsatz – und werden der TGS sicherlich die Treue halten.

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