Kinderzug in Schlumberland

Quallen und Punker im Rampenlicht

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Wild, wilder, die „Wilde 13“: Der Phantasie der Kinder waren beim gestrigen Fastnachtszug keine Grenzen gesetzt.

Schlumberland - Als hätten es Tiefausläufer, Schnee- und Graupelwolken einfach nicht übers Herz gebracht: Zum großen Auftritt der kleinen Narren im Schlumberland setzte sich der kunterbunte Gaudiwurm mit seinen 19 Zugnummern am frühen Sonntagnachmittag bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel in Bewegung.

„Helau“-Rufe hallen vielfach durch die Altstadtgassen, da war vom Zug selbst noch nichts zu sehen. .

Erstaunlich kräftig also schon, die Stimmorgane der E-, D- und C-Jugend unter den Fastnachtern. Eingebettet ins hellklingende „Helau“ und fröhliche Winken der närrischen Untertanen und moderiert vom früheren Turmmännchen, Fastnachts-Urgestein Hubert Reuter, dann das Defilee der blaublütigen Tollitäten - standesgemäß im Zugwagen. Als da grüßten höchst huldvoll in die Runde: die Seligenstädter Regenten Christina und Thomas sowie Isabell und Louis, das TGS-Kinderprinzenpaar, und die Froschhäuser Junior-Regenten Svea und Carlos.

Quallen“ und „Cowboys und Indianer“

Zwar waren die Reihen an den Altstadtstraßen natürlich längst nicht so dicht gesäumt wie dies am heutigen Rosenmontag der Fall sein dürfte, gleichwohl sorgten die farbenprächtigen Kostümgruppen aus den Kindergärten und Schulen dafür, dass dieser Nachmittag für beide - blaues Blut und Untertanen -unvergesslich bleiben dürfte. Nach der Spitze der Kinder-Polonaise mit Zugmarschall, Lappeschwenker und den „Trommelbube“ präsentierten die Mädchen und Jungen der Kita Käthe Münch „Blumen und Zwerge“. Und weil´s ohne Rhythmus- und Stimmungsprofis nicht geht: Der Musikverein Klein-Welzheim posaunte und trommelte einen hervorragend getakteten Klangteppich unters närrische Völklein, auf dem die Kita Wilde 13 und ihre Clowns-Kollegen aus dem St.-Josefshaus selbstbewusst lustwandelten. Die bereits genannten Kinderfürsten Louis und Isabell samt Hofstaat verbreiteten adligen Glanz, musikalisch in den höchsten Tönen gelobt von der „Gardekapelle“, den TGS-Musikern.

Bilder vom Kinderzug in Schlumberland

Kinderzug in Schlumberland

Dann war Phantasie gefragt und zu sehen: Die „Quallen“ aus der Kita Niederfeld sowie „Cowboys und Indianer“ aus der Konrad-Adenauer-Schule waberten und schlichen stolz zum Marktplatz hin, gefolgt von einer bestens gelaunten Frosch-Delegation aus dem Stadtteil: Prinz Carlos und Prinzessin Svea mit Hofstaat, begleitet von „Hexen und Zauberern“ vom Gesangverein Liederfreund nahmen die Huldigung der Untertanen entgegen. Als sei´s der Mäuse, Piraten, Matrosen, Wildwest-Bewohner und Adelsgeschlechts-Abkömmlinge nicht genug, traten nun wahre Exoten ins Rampenlicht: etwa die „Milka-Schoki“ aus der Kita Sankt Cyriakus oder gar eine Gruppe „Punker“, die sich zur Emmaschule bekannte. Nun fügte es sich ganz gut, dass die Stadtkapelle des Weges kam, galt es doch, einen weiteren Höhepunkt wohlklingend anzukündigen. Und tatsächlich, von den niedlichen „Gärtnern“ der Kita Sankt Marien umrankt gaben das Seligenstädter Prinzenpaar Thomas und Christina samt Ministeriumsleitern einen Vorgeschmack auf den heutigen höchsten Feiertag im närrischen Schlumberland.

mho

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