„Festliche Klänge“ erneut ausverkauft

Konzert mit hohem Anspruch und Unterhaltungswert

+
Festklang in der Basilika mit (v.l.) Sebastian Leibing (Trompete), Felix Ponizy (Orgel) und Tobias Vorreiter (Trompete).

Seligenstadt – Das Jahr mit dem Klosterkonzert am Silvesterabend buchstäblich festlich „ausklingen“ zu lassen, hat eine inzwischen gefestigte Tradition in Seligenstadt. Wieder waren alle Schiffe der Einhardbasilika voll ausverkauft.

Das Regionalkantorat bot in Zusammenarbeit mit dem Kulturring ein Programm von hohem musikalischem Anspruch und ebensolchem Unterhaltungswert, die Herzen erhebend.

Ein solches Konzert mit einem Werk des Venezianers Antonio Vivaldi (1678-1741) einzuleiten setzt Maßstäbe. Bei dem Concerto C-Dur für zwei Trompeten demonstrierten Sebastian Leibing, Solotrompeter der Duisburger Philharmoniker, und Tobias Vorreiter, Solotrompeter des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, ihren klaren Ton von hoher Klangkultur. Mit Praeludium und Fuge C-Dur BWV 547 von Johann Sebastian Bach war Regionalkantor Felix Ponizy an der Wilbrandorgel der Basilika in seinem Element. Die Sonata II für Trompete und B.c. des Florentiners Giovanni Buonaventura Viviani verbreitete einen versöhnlich getragenen Abgesang des vergangenen Jahres.

„Caro mi oben“ von Tommaso Giordani ist als Paradestück großer Sängerinnen bekannt. Auch instrumental verfehlte es nicht seine Wirkung wie nachfolgend das berühmte „Largo“ aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel. Dass der gebürtige Hamburger Johannes Brahms sich auch umfänglich dem Walzer zugewandt hatte, mag der einen oder anderen verwundern. Der gebotene Walzer As-Dur op.39 ist eines dieser Werke, die für Brahms ein Jungbrunnen waren (Karl Böhmer Villa Musica).

Instrumente richtig säubern und lagern

Hohen Wiedererkennungswert für aufmerksame Zuhörer besitzt das sakral-feierlich getragene „Prayer of Saint Gregory“ für Orgel und Trompete des amerikanischen Komponisten armenisch-schottischer Abkunft Alan Hovhaness (1911-2000). Für Toccata und Fuge d-Moll von Johann Sebastian Bach hatte sich Felix Ponizy eine Premiere ausgedacht. Das Werk erklang an zwei Orgeln. Neben ihm an der großen Wilbrandorgel hatte Regionalkantor Michael Gilles aus Gießen die Chororgel besetzt. Im Wechselspiel erklang sie wie ein zartes Echo. Eine überraschende Bereicherung des Abends.

Zum Abschluss dann nochmals festlich strahlender Barock, im Konzert in D-Dur für zwei Trompeten von Francesco Manfredini (1684-1762). Großer Beifall für einen Abend, der sich würdig in die Reihe der Silvester-Klosterkonzerte eingereiht hat.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare