Genetischer Zwilling gesucht

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Benötigt dringend eine Stammzellentransplantation: Harald Burkard ist an Leukämie erkrankt.

Tübingen/Seligenstadt - Zeitungsredaktionen veröffentlichen üblicherweise keine Aufrufe - heute setzen wir uns über diese Vorgabe hinweg: Der 42-jährige Harald Burkard aus Seligenstadt ist an Blutkrebs erkrankt. Nur ein Stammzellentransplantation kann sein Leben retten. Von Michael Hofmann

Bislang hat sich noch kein passender Spender gefunden, eine Typisierungsaktion könnte dies ändern: Wir alle sind aufgefordert.

Um Harald und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Seligenstadt zusammen mit Familie, Freunden sowie der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei (Tübingen) am Samstag, 16. Februar, von 10 bis 16 Uhr im Feuerwehrhaus an der Frankfurter Straße 31 eine Registrierungsaktion. „Jeder kann helfen und sich als potenzieller Stammzellenspender aufnehmen lassen oder Geld spenden, damit die Typisierungen finanziert werden können“, so die Organisatoren aus Wehrführung und Feuerwehrverein. Sie alle bangen um ihren Feuerwehrkameraden Harald Burkard, der als Feuerwehrmann, Pressewart, Ausschuss-Mitglied sowie früherer Jugendwart und früherer stellvertretender Wehrführer zur großen Seligenstädter Feuerwehr-Familie gehört.

Schwierige Suche nach Spendern

Harald hat Blutkrebs. Er kann nur überleben, wenn es - irgendwo auf der Welt - einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellenspende bereit ist. Doch wie findet man einen solchen Spender? Es kommt nur selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben. Die Suche ist aber auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellenspender zur Verfügung stehen. Jeder, der sich in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere Chance für Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden.

Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 17 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, damit seine Gewebemerkmale bestimmt (typisiert) werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut an der Aktion teilnehmen. Ihre Daten stehen weiterhin für alle Patienten zur Verfügung.

Seligenstadts Erste Stadträtin Claudia Bicherl, als Ordnungsamts-Dezernentin auch für die Feuerwehr zuständig, unterstützt die Aktion als engagierte Schirmherrin: „Harald braucht unsere Hilfe. Um für ihn und viele andere Patienten den überlebensnotwendigen genetischen Zwilling zu finden, bitte ich die Bevölkerung, dem Aufruf zu folgen und an der Typisierungsaktion teilzunehmen. Fünf Milliliter Blut können Leben retten. Mitempfinden allein reicht hier nicht. Sie tragen das Gegenmittel in sich. Gehen Sie nicht einfach damit spazieren.“

DKMS ist auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen

Genauso wichtig ist auch die finanzielle Unterstützung der Aktion. Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS allein auf Geldspenden angewiesen. Um die geplante Aktion überhaupt veranstalten zu können, benötigen die Organisatoren finanzielle Hilfe. Jeder Euro zählt.

DKMS-Spendenkonto 11334356, Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau (BLZ 795 500 00). Weitere Informationen auf der Internetseite .

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