Perspektivisch geplant

Ostkreis-Flotte auf Areal in Froschhausen

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Bis zu 13 Busse stehen auf dem neu gepflasterten Grundstück im Stehnweg, das das Unternehmen Transdev für sieben Jahre von Michael Müller gemietet hat.

Froschhausen - Nach dem nicht ganz unproblematischen Gastspiel der Transdev-Busflotte auf dem ehemaligen Gelände der Firma Pälzer hat das Unternehmen nun ein neues Areal im Gewerbegebiet Stehnweg gefunden. Eine Lösung, die auch Anklang beim Seligenstädter Magistrat findet. Von Oliver Signus 

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Zwei Jahre war das Grundstück am Eingang des Gewerbegebiets Stehnweg, unweit des „Froschkreisels“ in Froschhausen, eine Brache. Auf dem Areal stand eine Halle, an der es nicht mehr viel zu sanieren gab. Dann las Eigentümer Michael Müller in der Offenbach-Post von den Problemen der Firma Transdev und nahm im Februar vergangenen Jahres Kontakt mit dem Unternehmen auf. Das rund 1300 Quadratmeter große Grundstück schien ideal für ein Busdepot zu sein. Müller beauftragte einen Architekten in Froschhausen, mit dem Konzept wurde er bei Transdev und dem Magistrat vorstellig. Und er konnte alle überzeugen: „Das Grundstück liegt zwar etwas außerhalb, aber beispielsweise nach Zellhausen kommt man vor dort aus ohne Seligenstadt durchqueren zu müssen“, sagt der in Seligenstadt lebende Geschäftsmann und ergänzt: „Mit dem dritten Abschnitt der Umgehung wäre es noch besser.“

Müller ließ die alte Halle abreißen und eine neue bauen. Und er schuf Voraussetzungen, die es am kurzfristigen Standort auf dem früheren Gelände der Firma Pälzer nicht gab: Für den Koordinator gibt es ein kleines Büro, auch Toiletten für die Angestellten sind nun vorhanden. Auf dem Pälzer-Gelände mussten sich die Busfahrer in die Büsche schlagen, was zu viel Unmut geführt hatte. Auch eine Küche soll demnächst eingebaut werden. Die hat Müller selbst ausgesucht, denn das Ambiente soll schon stimmen.

Müller betont auch, dass er perspektivisch plant. Auf sieben Jahre ist der Mietvertrag mit der Transdev zunächst abgeschlossen. Lange geschäftliche Verbindungen bevorzugt er. Zu seinen Mietern im Stehnweg gehört ein Unternehmen, das bereits seit 1982 vertraglich an ihn gebunden ist.

Auf dem Grundstück haben die 13 Busse, davon rund fünf fast 20 Meter lange Gelenkbusse, Platz. Beschwerden wegen knatternder Motoren habe es bisher nicht gegeben. Die ersten Wohnhäuser seien mehr als 200 Meter entfernt. Da komme nichts an, wenn die Motoren am frühen Morgen warmlaufen müssen. Der Betrieb im Depot beginnt um 4 Uhr und endet um 23 Uhr.

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Werkstatt und Waschanlage findet man vergeblich auf dem Gelände. „Das wäre aus baurechtlichen Gründen auch nicht gegangen“, sagt Müller. Auch rechne sich eine Werkstatt bei einem Fuhrpark in der Größenordnung noch nicht. Für Reparaturen werden die Busse nach Frankfurt gebracht.

Müller möchte nun noch die technischen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Elektro-Busse auf dem Gelände Strom „tanken“ können. Dann könnte es auch nach 2024 im Stehnweg ein Busdepot geben, denn Müller plant gerne perspektivisch.

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