Neue Herausforderungen für Arbeitskreis „Willkommen in Seligenstadt“

„Flüchtlingsrat ist überfällig“

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Archivbild: Flüchtlingsunterkunft in Seligenstadt

Seligenstadt - Vor einer Reihe von Herausforderungen steht der Arbeitskreis „Willkommen in Seligenstadt - Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen“.

Das wurde deutlich, als sich die Steuergruppe des Arbeitskreises intensiv mit der Frage der Kommunikationsstruktur und den Schwerpunkten der nächsten Monate beschäftigte. Klar ist: Die Zusammenarbeit mit allen anderen Initiativen des Kreises soll ausgebaut werden. „Hier ist unter anderem ein ,Flüchtlingsrat‘ des Kreises überfällig“, so Burkard Müller vom Arbeitskreis (AK). In fünf Themenbereichen hat der AK seine Hilfsangebote zusammengefasst.

  • Deutschunterricht, Sprache Bildung: Auf diesem Sektor sind 42 Helferinnen und Helfer registriert. Wichtig sei der Erfahrungsaustausch, sagt Müller. „Wir müssen das nächste Schuljahr vorbereiten und wollen den Erwachsenenunterricht intensivieren. Des Weiteren brauchen wir einen „Sommerfahrplan, zumindest über die Ferien, weil die Schulen geschlossen sind und die Räume knapp werden. Auch sollen ja die Kinder und Jugendlichen an Freizeitmaßnahmen teilnehmen.“
  • Fundus-Team: Dort wird zur Zeit ein Raum zur Nähwerkstatt, Büro/Arbeitsplatz, Kinder-Spielecke und Kommunikationsecke umgebaut. Das 18-köpfige Fundus-Team arbeitet an einem Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“, das verstärkt die Flüchtlinge in die Helferarbeit miteinbeziehen soll. Mit Blick auf die gestiegenen Flüchtlingszahlen sollen die Öffnungszeiten erweitert werden.
  • Beim Event-Team (neun Personen) geht es um das Internationale Café, das in Kürze öffnet. Außerdem um eine besondere Begegnungsveranstaltung an der neuen Wohnanlage in Froschhausen.
  • Patenschaften: Der Arbeitskreis will das Patenschaftssystem neu gestalten. Erste Entwürfe liegen bereits vor. Ein Teil der Flüchtlinge wird in der Zuständigkeit der Caritas betreut, ein Teil von den Jugendämtern. Die Fort- und Weiterentwicklung der Wohnheimbetreuung sowie die Übernahme der Menschen, die aus der Betreuung fallen, soll neu organisiert werden.
  • Willkommenskultur/ Kommunikation und Betreuung/Koordination: Inzwischen haben 110 Helfer ihre Unterstützung angeboten. „Pro Woche kommen erfreulicherweise in Schnitt drei weitere Personen dazu. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist erfreulicherweise sehr hoch“, so Burkard Müller.

Viel Kritik an EU-Beschlüssen zur Flüchtlingshilfe

Neben den Hilfsangeboten des Arbeitskreises Willkommen in Seligenstadt seien auch viele örtlichen Vereine, Kirchengemeinden und Organisationen sehr aktiv. „Es gibt mittlerweile viele Flüchtlingshilfen in Kindergärten, Schulen, Vereinen und Familien. Auch die Politik nimmt die Bürger zunehmend als wichtige Gestaltungskraft wahr. Dazu kommt, dass eine Reihe von Initiativen anderer Städte und Gemeinden Gespräche und Treffen haben wollen.“ (mho)

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