In professionelle Hände

Förderverein der Alfred-Delp-Schule übergibt Betreuung an Kreis

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Die Alfred-Delp-Schule in Froschhausen befindet sich im Umbruch. Für die Betreuung ist ein Erweiterungsbau geplant, die Trägerschaft geht zum neuen Schuljahr an den Kreis über.  

Seligenstadt - Die Zahl der Betreuungskinder an der Alfred-Delp-Schule in Froschhausen wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Vor diesem Hintergrund ist ein Erweiterungsbau für die Betreuung in Planung (wir berichteten).

Für den Schulförderverein ist diese Entwicklung Anlass, die Trägerschaft für die Betreuung an den Kreis abzugeben. Die Finanzierung erfolgt weiterhin durch die Stadt Seligenstadt. Der Förderverein der Alfred-Delp-Schule ist seit knapp 20 Jahren Träger der Ganztagsbetreuung. Was als kleine Elterninitiative begann, hat sich über die Jahre quasi zu einem kleinen Unternehmen mit Angestellten und mehr als 60 Betreuungskindern entwickelt. Schon jetzt ist abzusehen, dass der Betrieb in den nächsten Jahren weiter wachsen wird und dann mehr als 100 Grundschüler betreut werden müssen. Damit ist auch zusätzliches Personal nötig, das einer professionellen Führung und Verwaltung bedarf. Viele Aufgaben werden bislang ehrenamtlich gestemmt, was auf Dauer nicht mehr zu leisten ist.

Der Schulförderverein hat die Stadt Seligenstadt deshalb über den einstimmigen Beschluss informiert, die Trägerschaft der Betreuung zum Ende des Schuljahres 2017/18 an die „Ganztagsbetreuung im Pakt (GiP) gGmbH“ übergeben zu wollen. Die GiP ist eine hundertprozentige Tochter des Kreises Offenbach und wurde vor drei Jahren gegründet. Die gemeinnützige Gesellschaft verwaltet die finanziellen Mittel, die das Land Hessen für Schulen im „Pakt für den Nachmittag“ zur Verfügung stellt. Als Träger von Betreuungseinrichtungen verantwortet die GiP außerdem das gesamte Personalwesen und übernimmt kaufmännische und Verwaltungsaufgaben.

Die Finanzierung der Betreuung an der Alfred-Delp-Schule erfolgt wie bisher durch die Stadt. Die GiP hat dafür einen Finanzplan vorgelegt, der bei Einnahmen und Ausgaben der Kalkulation der Stadt für das Schuljahr 2018/19 entspricht – hinzu kommen Personal- und Overheadkosten der GiP. Die Auswirkungen auf den Haushalt 2019 wurden entsprechend eingeplant. Die Summe von 28 400 Euro ist ein Maximalbetrag, der je nach tatsächlichem Personalaufwand geringer ausfallen kann. Der Betrag wird für jedes Schuljahr neu kalkuliert.

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Der Zuschuss der Stadt wird damit ab dem neuen Schuljahr nicht mehr an den Förderverein, sondern an die GiP ausgezahlt. Der Übergabe der Trägerschaft haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung einmütig zugestimmt. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Kreis, Schule, Stadt und GiP soll Einzelheiten regeln.

Auch in Mainhausen geht zum 1. August eine Schulbetreuung an den Kreis über. Wie berichtet, liegt die Trägerschaft der „Schülergondel“ an der Käthe-Paulus-Schule in Zellhausen künftig bei der GiP. (kd)

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