Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft

Wildpopulation auf hohem Niveau: Neuerdings auch Waschbären 

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Von Reude befallener Fuchs: Kreisjagdberater Klaus Burow sprach eine Warnung an alle Hundehalter aus.

Froschhausen - Zur Jahresversammlung trafen sich dieser Tage die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Froschhausen.

Auf der Tagesordnung standen vor allem Berichte des Vorsitzenden zum abgelaufenen Geschäftsjahr und des Jagdpächters zur aktuellen Situation im Revier, sowie die Verabschiedung einer novellierten Satzung. Der Vorsitzende, Tobias Ott, gab einen Überblick über die Kassensituation der Jagdgenossenschaft, die sich nach dem Verkauf einiger kostenintensiver, landwirtschaftlicher Gerätschaften und dem damit verbundenen Wegfall von Wartungs- und Reparaturkosten wieder deutlich positiver darstellte.

Nun könne auch die überfällige Erstellung eines neuen Jagdkatasters für den Bezirk angegangen werden, so Ott weiter. Die Vorsitzende des Genossenschaftsausschusses, Astrid Jasnoch, lobte die Vorstandsarbeit und attestierte eine einwandfreie Kassenführung. Darauf wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Jagdpächter Joachim Giel berichtete über die Wildbestände im Revier. Nach wie vor halte sich die Wildpopulation auf hohem Niveau, nicht zuletzt durch den milden Winter und die wiederholt hohe Eichelmast im vergangenen Jahr.

Der Abschussplan für Rehwild konnte erfüllt und nennenswerter Schaden im Wald und Feld somit vermieden werden. Die Population von Fuchs, Elster und Krähe war wiederum relativ hoch. Ein weiterer Anstieg gegenüber den vergangenen Jahren ist zu beobachten. Hinzu kommen neuerdings vermehrt Waschbären. In diesem Zusammenhang sprach Kreisjagdberater Klaus Burow eine Warnung an alle Hundehalter aus, da sich im gesamten Gebiet sowohl Fuchsreude als auch Fuchsbandwurm verbreiten und freilaufende Hunde befallen können. Im Falle des Fuchsbandwurms besteht auch direkte Gefahr für den Menschen: Im Falle einer Ansteckung drohen irreparable Leberschäden.

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Bei der Krankheit Räude handelt es sich um eine Erkrankung der Haut, ausgelöst von so genannten Sarkoptes-Milben, die unter der Haut entlang wandern und starken Juckreiz und Haarausfall verursachen. Betroffene Tiere zeigen plötzlich heftigen Juckreiz, der oft an Bauch und Ellenbogen beginnt. Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar - hier ist sie unter dem Namen Krätze (Skabies) bekannt.

Bei rechtzeitigem Eingreifen verläuft die Krankheit bei Mensch und Tier meist unkompliziert und lässt sich gut behandeln. Positiv erwähnte Jagdpächter Joachim Giel die Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft. Negativ hingegen fallen Vandalismus an Hochsitzen und Jagdhütten sowie unkontrolliert laufende Hunde auf. Vorsitzender Tobias Ott lobte das gute Zusammenwirken von Vorstand und Genossenschaftsausschuss und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter.  (bo)

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