Jede Menge Pläne mit der Asklepios-Klinik

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Rund 50 Kreistagsabgeordnete aller Fraktionen mit Parlamentsvorsitzenden Paul Scherer (Vorne, vierter von rechts) an der Spitze kamen zu einem offiziellen Besuch in die Seligenstädter Asklepios Klinik. Kleines Bild: Der Klinik-Komplex aus der Luft.

Seligenstadt (paw) - Die vor zehn Jahren vom damaligen Landrat Peter Walter (CDU) getroffene Entscheidung die Kreiskliniken in Langen und Seligenstadt unter die Regie des Asklepios-Konzerns zu stellen, hat sich einmal mehr als richtig erwiesen.

Davon konnten sich die Abgeordneten aller Kreistagsfraktionen bei ihrer ersten sogenannten Kreisbereisung dieses Jahres am Beispiel der Seligenstädter Klinik überzeugen. Vor der Übernahme von Asklepios im Juni 2002 hatte das 1977 erbaute Haus 133 Betten und war mit Langen für die Grundversorgung von rund 340.000 Einwohnern im Landkreis Offenbach zuständig. Ende des vergangenen Jahres verfügte das Klinikum an der Dudenhöfer Straße über 183 Betten. „2004 hatten wir in Seligenstadt rund 5600 Patienten zu versorgen. Kontinuierlich steigt die Wachstumsrate im Jahr um durchschnittlich 4,6 Prozent auf über 8250 im Jahr 2011“, berichtete Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch den Mandatsträgern.

Mit einem Jahresbudget von seinerzeit etwas mehr als zwölf Millionen Euro stand in der Bilanz ein negatives Betriebsergebnis und die Kostenträger forderten die Schließung des Standortes. Mit viel Überzeugungsarbeit auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen konnte dies verhindert werden. Etliche Millionen Euro sind seither für Neu- und Umbauten geflossen. Erst vor einigen Wochen wurde der neue Zentrale OP-Trakt mit Intensivstation seiner Bestimmung übergeben. Die Investitionen für das Projekt lagen bei insgesamt 1,5 Millionen Euro. 844.000 Euro davon kamen vom Land Hessen aus dem Krankenhaus Förderungsplan. Den Rest steuerte Asklepios bei. Der wirtschaftliche Umsatz des Hauses in Seligenstadt wurde auf 25 Millionen Euro (2011) gesteigert. Die festangestellte Mitarbeiterzahl erhöhte sich von 142 (2005) auf jetzt 285 (2011). Einschließlich der Teilzeitkräfte sind es sogar 420 Stellen. „Ja, Seligenstadt hat einen guten Ruf“, stellte Chefarzt und Ärztlicher Direktor Dr. Nikos Stergiou vor den Kreispolitikern nicht ohne Stolz fest. Zu seinem Team gehören zurzeit 50 Ärztinnen und Ärzte. Als nächstes Bauvorhaben ist die neue zentrale Sterilisationsabteilung geplant. Baubeginn ist im Juni. Die Fertigstellung soll Ende dieses Jahres sein. „Auf unserer Agenda stehen die „Stroke Unit“ zur Erstversorgung von Schlaganfallpatienten, die Ausweitung der Geriatrischen Abteilung, Einrichtung einer Psychiatrischen Tagesklinik, sowie die Bettenhaussanierung“, kündigte der Ärztliche Direktor an. Kreistagsvorsitzender Paul Scherer (CDU) betonte in seiner abschließenden Stellungnahme noch einmal die Wichtigkeit des Krankenhausstandortes Seligenstadt für den Ostkreis.

„Wir sind beeindruckt von ihrem Engagement und Einsatz zum Ausbau sowie Erhalt der Asklepios Klinik in Seligenstadt“, bedankte sich Scherer im Namen der Abgeordneten bei Dr. Dagmar Federwisch und Dr. Nikos Stergiou. Abschließend kündigte er an, dass spätestens im Frühjahr 2013 auch ein Besuch der Asklepios-Klinik in Langen vorgesehen sei.

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