Kunterbuntes Trainingslager

+
Die Tanzkinder des TGS-Miniballetts nahmen die Besucher mit auf die Piste.

Seligenstadt - Pünktlich zum Rückrundenstart hat auch die TGS Seligenstadt am Samstag ins Geschehen um den Schlumberländer Narrhalla-Cup eingegriffen.

Mit einer gemischten Elf im Präsidium und einer neuen Mannschaftskapitänin neben Herren-Spielführer André Schouten traten die Blau-Silbernen bei ihrer ersten Humorpartie im Riesen befreit auf. Martina Weih übergab nach zwei Saisons die Kapitänsbinde an Suse Sommer, die an der Spitze des Damenrates immer wieder die gegnerische Abwehr schwindelig spielte und dem 130-köpfigen Team von Gott Jokus mit gekonnten Vorlagen prächtige Chancen bescherte, ihr Publikum ins Herz zu treffen.

So gestaltete sich unter den Augen der Seligenstädter Tollitäten (Heimspiel für Prinz Thomas!) und des ohnehin TGS-eigenen Kinderprinzenpaares Louis I. und Isabell I. der haushohe Sieg der Heimmannschaft gegen Ernst und Sorgen des Alltags auch als geschlossene Mannschaftsleistung. Zu verdanken hat sie der Club vor allem den Neuzugängen aus den eigenen Reihen. Eine gute Figur machte dabei besonders Christiane Broughton, die als „Miss Germany vom Tegernsee“ vom Trainingslager im Wellness-Hotel berichtete. Kein Wunder, sind doch Mama Gerlinde Gronau und ihre Bühnenpartnerin Uschi Pardon regelmäßigen TGS-Schlachtenbummlern für ihr gekonntes Doppelpointenspiel noch bestens im Gedächtnis.

Auch Saskia Ehmig und Phillip Winkler haben ihr Debüt in der ersten Mannschaft mit Bravour gemeistert: Begleitet von Papa Ralf Winkler, rappten und reimten sie sich durch Teenie-Lust und Pickelfrust. Einer glänzenden närrischen Stürmerkarriere der beiden sollte nichts im Wege stehen. Durch das lokale Pflichtprogramm dribbelte sich TGS-Protokoller Frank Seibel: Mini-Kreisel auf der Würzburger, Bahnhofsnutzung und das nicht ganz runde Jubiläum in Froschhausen boten genug Raum für die ein oder andere Glanzparade.

Aus der Tanzabteilung sind „Lametta“-Trainerin Simone Ochs und Marina D’Alessio ins Büttenfach gewechselt. Quälix Magath hätte an ihrem Vortrag „Personal Trainer“ seine wahre Freude gehabt - denn selten werden auch die Fans auf den Rängen mit ins Trainingslager geschickt. „Was ist blau und riecht nach Fisch?“ Als Kutterkäpten Hein und Bootsfrau Kluntje machten Peter Zelter und Sitzungschefin Suse Sommer ihrem Ruf als doppelte Spitze alle Ehre. Die beiden gesetzen Spieler bekamen aber mächtig Druck von den Nachwuchstalenten Michelle Koch und Katharina Krause aus den Reihen der „Dancing Sisters“, die sich als „Engel und Teufel“ im Kampf um die Schlumberseelen verbal die Beine weggrätschten.

Auch auf dem Transfermarkt hatte sich die TGS rechtzeitig umgeschaut und als Verstärkung von auswärts die Frankfurterin Corinna Kuhn, TV-bekannt als „Die Dolle“, und den Offenbacher Wolfgang Braun ausgeliehen. Letzterer schaffte es kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch einmal, der Begegnung neue Impulse zu geben: Als „Wandervogel“ scheiterten seine Fitness-Bemühungen an Schwager Klaus und den guten Schnitzeln im Odenwald.

Neues kommt auch aus der Rubrik „Stadiontänze“: Für die Reise zu den Auswärtsspielen können die TGS’ler künftig auf „Lametta-Air“ zurückgreifen. Bei der Fluggesellschaft aus den Reihen der gleichnamigen Tanzgruppe gibt’s bestimmt Vielflieger-Meilen für Närrinnen und Narrhallesen. Die zwölf kessen Stewardessen von Turbine Sellestadt werden von Simone Ochs trainiert.

Bilder der TGS Galasitzung

TGS-Galasitzung

Bollywood in Einhardtown - das machte die Tanzgruppe „Showtime“ möglich. Die zwölf Tänzerinnen machten den Bauchtanz in der Riesen-Arena populär. Zuvor hatten sie das mit Trainerin Alice Schouten so einstudiert, die sich auch in der Nachwuchsförderung bei den Bambinis engagiert - nur dass diese bei den Schlumbern „Miniballett“ heißen. Die 45 Tanzkinder, das jüngste ist gerade einmal fünf Jahre alt, hatten mit ihrer Wintersport-Nummer „Im Schnee isses schee“ tatsächlich die weiße Pracht mitgebracht.

Ihr Debüt in der Bütt feierten Simone Ochs und Marina D´Alessio (links), die das Publikum mit ihrem Vortrag „Personal-Trainer“ auf Trab hielten. Farbenfroher Hingucker war erneut das Männerballett.

Gewohnt klassisch in der Mannschaftsaufstellung zeigten sich in diesem Jahr wieder die Tanzgarden: Eine spanische „Fiesta Olé“, an der auch ein Raúl seine Freude gehabt hätte, hatten Sonja Zöller und Ann-Sophie Walter mit ihren 14 Mädchen einstudiert. Mit vier Neuzugängen bewältigte auch die Elfergarde ihre Aufgabe im Schlumberländer Hexenkessel souverän und zeigte, angeleitet von Daniela Hell und assistiert von Astrid Skrypczak, die neusten „Movez and Stylez for Garde“.
Ihren Trainerwechsel im vergangenen Jahr haben die „Dancing Sisters“ offenbar gut verkraftet. Die 17 Barbie- Girls samt einem Quoten-Ken hatten mit Madeleine Mandel und Katharina Krause im Training ausprobiert, wie man ganz legal tänzerische Bengalos abfeuert. Zu guter Letzt gilt auch für das Männerballett: „Entscheidend is auf’m Platz!“ Und da gaben die zwölf Kerle um Trainerin Sabine Ehmig einmal mehr alles - den in dieser Saison unvermeidlichen „Gangnam-Style“ inklusive. Musikalisch führte die „Ramba Samba“-Truppe mit mitreißenden Percussion-Beats in die erste, sowie Ex-Kinderprinz Daniel und Papa Andy Zöller mit Genre-Gassenhauern in die zweite Halbzeit.

kai

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare