Die Geburtshilfe steht vor dem Aus

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An der Asklepios- Klinik ist der Fortbestand der Geburtshilfe äußerst zweifelhaft.

Seligenstadt (sig) ‐ Gibt's bald keine kleinen Seligenstädter mehr? Möglich wäre das, denn an der Asklepios-Klinik ist der Fortbestand der Geburtshilfe äußerst zweifelhaft, nachdem zwei der drei Geburtshelfer ihre Belegarzttätigkeit für Gynäkologie und Geburtshilfe zum 1. Juli gekündigt haben.

Wie Asklepios-Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch mitteilt, handelt es sich dabei um die Seligenstädter Ärztin Kerstin Kardos und ihren Obertshausener Kollegen Dr. Rainer Berlieb. Wirtschaftliche Gründe sollen zu deren Entschluss geführt haben. „Damit ist zum jetzigen Zeitpunkt der Weiterbestand der Seligenstädter Geburtshilfe gefährdet, nach geeigneten Nachfolgern suchen wir seit geraumer Zeit“, sagt Dr. Federwisch.

Um den Betrieb in der Geburtshilfe aufrecht erhalten zu können, sei die Beschäftigung von mindestens drei Ärzten notwendig. Diese Zahl wieder zu erreichen, sieht die Geschäftsführerin eher pessimistisch: „Es sieht nicht gut aus.“

Über den 1. Juli hinaus ist der Gynäkologe Eduard Radew als Belegarzt an der Klinik tätig. Seine Praxis befindet sich im Fachärztezentrum an der Klinik. Gynäkologische Operationen werden in der Asklepios Klinik Seligenstadt auch weiterhin ausgeführt, versichert Dr. Federwisch.

Kündigungen habe die Klinikleitung bislang nicht ausgesprochen, den Krankenschwestern seien Angebote in anderen Abteilungen unterbreitet worden. Die Zukunft der Hebammen, die nicht bei Asklepios unter Vertrag stehen, sei ungewiss.

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