Fahrradschutzstreifen auf Wolf- und Kaiser-Karl-Straße

Gehwegparken hat ein Ende: 70 Stellflächen könnten wegfallen

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Kaiser-Karl-Straße: Im kommenden Jahr könnten 40 Parkmöglichkeiten wegfallen.

Seligenstadt - Wer weiß, wie begehrt Parkplätze in der Seligenstädter Innenstadt sind und wie hart um jeden einzelnen gerungen wird, der weiß auch: Heulen und Zähneknirschen wird es geben, wenn ein Magistratsantrag auf Streichung von insgesamt 70 Stellflächen zum Tragen kommt. Von Michael Hofmann 

Die Einrichtung von Fahrradschutzstreifen schlägt der Magistrat in einem aktuellen Antrag an die Stadtverordnetenversammlung auf der Wolfstraße zwischen der Einhardstraße und der Eisenbahnstraße vor. Die Umsetzung dieser Maßnahme soll noch im laufenden Jahr erfolgen. „Sofern sich dies bewährt, wird analog dazu auf der Kaiser-Karl-Straße im Jahr 2019 ebenfalls ein Fahrradschutzstreifen entgegen der Einbahnrichtung markiert.“ Die Verkehrskommission der Stadt befürwortet dieses Vorgehen nach Magistratsangaben, durch diese Maßnahme fallen rund 70 Parkmöglichkeiten weg - 30 auf der Wolfstraße, weitere 40 auf der Kaiser-Karl-Straße.

In seiner Begründung weist der Magistrat auf einen Parlamentsbeschluss vom Sommer 2017 hin, „vor allem im Bereich zwischen Frankfurter und Würzburger Straße die Parksituation dahingehend zu optimieren, dass Gehwegparken ausgeschlossen ist“.

Fahrradschutzstreifen sollen die oft unübersichtliche Verkehrssituation auf der Wolfstraße entwirren und das Gehwegparken verhindern. Die Verkehrskommission befürwortet das.

Genau das ist das Problem auf Wolf- und Kaiser-Karl-Straße. Die Verkehrssituation stellt sich heute so dar, dass bei einer sechs Meter breiten Fahrbahn beiderseits geparkt wird. Um die Durchfahrt überhaupt noch zu ermöglichen, wird teilweise auf dem Gehweg geparkt. Ein beiderseitiges Parken rein auf der Fahrbahn ist nicht möglich, da die erforderliche Restbreite nicht ausreicht. „Es ist daher das Parken auf einer Fahrbahnseite zu untersagen“, folgert der Magistrat. Ergo können Fahrzeuge nur noch auf einer Straßenseite parken. Durch die ausreichende Fahrbahnbreite sollte sich dies von selbst ergeben (siehe Wolfstraße zwischen Einhardstraße und Babenhäuser Straße).

Die irrsten Autofahrer der Welt

Auf der Wolfstraße ist die Einbahnstraße für den Radverkehr freigegeben. Sie ist die direkte Verbindung für Fahrräder zwischen Bahnhof und Marktplatz. Zur Verdeutlichung der entgegenkommenden Fahrräder sollen nun einseitig ein Fahrradschutzstreifen mit einer Breite von mindestens 1,25 Meter sowie Fahrradpiktogramme auf die Fahrbahn aufgetragen werden. Zu Beginn und Ende des Abschnitts zwischen Einhardstraße und Babenhäuser Straße ist dies bereits mit Markierungen angedeutet. Weitergehende Markierungsarbeiten sind vorerst nicht geplant, der markierte Schutzstreifen beinhaltet gleichzeitig ein Parkverbot.

Sofern sich dies bewährt, so der Magistrat weiter, sei im kommenden Jahr die gleiche Maßnahme auf der Kaiser-Karl-Straße vorgesehen. Die Kosten werden jeweils auf 5 000 Euro geschätzt.

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