St. Margareta in Froschhausen

Grippewelle bringt Kita in große Nöte

+
In der Kita St. Margareta kann aktuell nur eine Notgruppe angeboten werden.

Seligenstadt - Die derzeit grassierende Grippewelle hat die erste Kindertagesstätte im Ostkreis in große Nöte gebracht: Bereits seit dem vergangenen Donnerstag kann in der Kita St. Margareta in Froschhausen nur noch eine Notgruppe angeboten werden, weil die meisten Erzieherinnen krank sind. Von Oliver Signus

25 der 100 Mädchen und Jungen können noch betreut werden - der große Rest muss zu Hause bleiben oder anderweitig versorgt werden, beschreibt Pfarrer Holger Allmenröder das Problem. Für die Eltern sei das zum Teil schwierig zu organisieren. „Sie haben ja ein festes Tageskonzept.“ Doch hat die katholische Kirche als Träger der Einrichtung praktisch keine Spielräume. Kann - wie in diesem Fall - die Versorgung der Kinder nicht mehr sicher gestellt werden, stellt die Kita-Leitung einen Antrag auf eine Notgruppe beim Träger, erläutert Allmenröder. Außerdem muss der Kreis Offenbach informiert werden, der dann auf Basis des Kinderförderungsgesetzes (KiFög) agiere.

„Es ist heftig“, räumt Allmenröder ein. Für die Betreuung der Kleinen kommen nur Fachkräfte in Frage, Mütter dürfen nicht eingesetzt werden. „Unser Pool an Mitarbeitern ist ausgeschöpft.“ Derzeit versuche man, Fachkräfte aus dem Ruhestand zur Vertretung zu bekommen. Das dürfen dann beispielsweise auch ehemalige Grundschullehrerinnen sein.

Von heute bis Freitag, 2. März, wird die Kita wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet sein, teilt Leiterin Christina Westhäuser mit. Sie bittet aber darum, dass Eltern ihre Sprösslinge abholen, sobald es ihnen möglich ist. „Kränkelnde Kinder sollten zu Hause bleiben“, betont die Leiterin. „Da wir so knapp besetzt sind, kann es aber jederzeit zu Änderungen kommen“, warnt sie vor.

Historische Kartoffelernte der Traktorenfreunde Seligenstadt: Bilder

Beim Kreis sind derzeit mit Ausnahme des Notrufs aus Froschhausen keine Meldungen anderer Einrichtungen aus dem Seligenstädter Raum aufgelaufen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare