Ortsparlament gibt Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan in Auftrag

Hainburg: Bald nur noch ein Feuerwehrhaus für beide Ortsteile?

Feuerwache in Klein-Krotzenburg
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Zwei Ortsteile, zwei Feuerwehrhäuser - muss das so sein? Fachleute prüfen nun, ob die Aufgabe der Wachen in Klein-Krotzenburg (dieses Foto) und Hainstadt zugunsten eines zentralen Gefahrenabwehrzentrums Sinn macht.

Gibt es in der Gemeinde Hainburg bald nur noch ein Feuerwehrhaus für beide Ortsteile? Wird ein zentrales Gefahrenabwehrzentrum gebaut oder fährt die Gemeinde mit dem Erhalt beider Standorte in Klein-Krotzenburg und Hainstadt auf Dauer besser? Bevor sie darüber entscheidet, will die Gemeindevertretung Fakten sehen.

Hainburg – Einstimmig beauftragte das Ortsparlament in seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung, externe Fachleute an einen neuen Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan zu setzen. Diesen Plan braucht es aus Sicht der CDU-Mehrheit nämlich, soll eine eventuelle Neuaufstellung der Feuerwehr auch Aussicht auf Fördermittel vom Land Hessen haben. Das alte Konzept stamme aus dem Jahr 2013 und sei auf die beiden bestehenden Gerätehäuser festgelegt, erklärte Fraktionschef Jürgen Harrer. Für die Fortschreibung verlange das hessische Brandschutzgesetz die Erhebung einer Fülle von Fakten.

Nicht getan ist es laut Harrer daher mit der Empfehlung der örtlichen Feuerwehrführung, alle Hainburger Brandschützer mit ihren Fahrzeugen und Geräten mittelfristig in einem neuen, zentralen Gefahrenabwehrzentrum unterzubringen, wenn möglich zusammen mit dem Roten Kreuz (DRK) und der DLRG - privatrechtlichen Organisationen, wie die Union in einem Antrag vom vergangenen Oktober betont, im Gegensatz zur kommunal getragenen Feuerwehr.

Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Hainstadt.

Das gemischte Modell hatten die Fraktionen SPD, Grüne und BFH im Sommer in einem interfraktionellen Antrag zur Prüfung vorgeschlagen. Vor einigen Wochen im Januar entwickelten die Ausschüsse des Gemeindeparlaments aus beiden Positionen einen erweiterten Prüfauftrag. Dieser umfasst, wie Jürgen Harrer auf Nachfrage des inzwischen fraktionslosen Heinz Seipel bekräftigte, ausdrücklich auch die Option, einen der beiden Feuerwehrstandorte abzuschaffen und den anderen zu modernisieren.

Das werde mit Blick auf gesetzliche Hilfsfristen und den Personalbedarf der Freiwilligen Feuerwehren kaum funktionieren, räumte der CDU-Fraktionschef ein, aber „nach der Prüfung haben wir das schwarz auf weiß“.

Auf die Tische der Gemeindevertreter kam die neue Vorlage wiederum als interfraktioneller Antrag, diesmal mit der Unterschrift der CDU und ohne die der BFH. Seine Fraktion habe nicht unterschrieben, weil der Vorschlag des Gemeindebrandinspektors absehbar der vernünftigste sei, erklärte der Fraktionsvorsitzende Wigbert Appel. Bei der Abstimmung trage die BFH den Prüfauftrag aber mit.  (zrk)

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