Hans-Memling-Schule

Ein Bildungs- und Kulturhaus

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Frühere Hans-Memling-Schule: Der neue Verein möchte das leer stehende Gebäude mit Leben und Kultur erfüllen.  

Seligenstadt - Seine Vorstellungen zur Wiederinbetriebnahme des ehemaligen Schulgebäudes veröffentlicht der Verein „Freunde der Hans-Memling-Schule“ in einer 46-seitigen Studie. Im Mittelpunkt stehen Vorüberlegungen für ein späteres Bildungs- und Kulturhaus.

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Vom Ist-Zustand (keine Nutzung, Stufe 0) über die Aggregatzustände „sofort mögliche schulaffine Nutzung“ (Stufe 1), „derzeit zulässige temporäre Nutzung“ (Stufe 2) bis hin zur Nutzung als Bildungs- und Kulturhaus (ohne oder mit Umbauten; Stufen 3 und 4) reicht die Palette, die die Freunde der Hans-Memling-Schule Seligenstadt in ihrer umfassenden Ausarbeitung zur künftigen Nutzung des leerstehenden Gebäudes der Hans-Memling-Schule darstellen. Die Ziel- und Wegbeschreibung enthält Vorüberlegungen für eine Nutzung als „Bildungs- und Kulturhaus Hans Memling“.

Der im März 2017 gegründete Verein Freunde der Hans-Memling-Schule hat in mehreren Veranstaltungen und Diskussionsrunden die Bevölkerung einbezogen, den Bedarf von Vereinen und Institutionen zusammengetragen „und so nachgewiesen, dass die Bürger unserer Stadt das Gebäude sinnvoll nutzen können und dringender Bedarf besteht“, so Katja Teubner aus dem Vorstand.

Das ehemalige Schulhaus könne kurzfristig die Volkshochschule aufnehmen und Erweiterungsmöglichkeit für die Musikschule bieten. Auch der Flüchtlings-Arbeitskreis AK Willkommen und andere Bildungseinrichtungen können nach Ansicht des Vereins die Räumlichkeiten nutzen, „ohne dass sofort nennenswerte Investitionen anfallen.“ Weiterhin beschreibt der Verein Nutzungen des Gebäudes in Abhängigkeit vom bauordnungsrechtlichen Genehmigungsstatus. Wie Ende November 2017 berichtet, ist die heutige Nutzung auf sogenannte schulaffine Veranstaltungen (Bildung, Sport) beschränkt. Für andere Nutzungen, etwa Lesungen oder Konzerte, die nicht in direktem Zusammenhang mit Schule stehen, habe die Gebäudeeigentümerin, die Stadt Seligenstadt, „die Möglichkeit der individuellen Zustimmung im Einzelfall. Baurecht steht Einzelfallnutzungen nicht entgegen.“

Nach einer vom Verein angestrebten Nutzungsänderung, um das Gebäude als Versammlungsstätte zu klassifizieren, stünde einer allgemeinen Nutzung nichts entgegen. „Der Ausbau eines Saales für bis zu 100 Besucher ist längerfristig vorgesehen. Dieser deckt den von vielen Kulturschaffenden der Stadt benannten Raumbedarf mittlerer Größe“, so der Verein weiter. Die Nutzungsstudie sieht, abhängig von der bauordnungsrechtlichen Genehmigungslage, eine stufenweise Wiederinbetriebnahme des Gebäudes vor. Ziel ist, die seit Jahren leer stehende Schule als Bildungs- und Kulturhaus Hans-Memling für alle Bürger nutzbar zu machen.

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Die Studie kann auf der Homepage www.Freunde-HMS.de heruntergeladen werden. Wer mit dem Verein ins Gespräch kommen möchte kann beim regelmäßigen Treffen jeden dritten Montag im Monat - das nächste Mal am 19. Februar ab 20 Uhr - in die Ratsstube des Gasthauses Zum Riesen kommen. (mho)

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