Gespannt auf die Argumente

HMS-Freundesverein übergibt Liste mit 1150 Unterschriften

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Stadtverordnetenvorsteher Dr. Georgi nahm beim Muttertagskaffee des HMS-Freundevereins eine Liste mit 1150 Unterschriften zur Einrichtung eines Kulturhauses entgegen. Die Entscheidung fällt in der Stadtverordnetenversammlung.

Seligenstadt - Eine Liste mit mehr als 1 150 Unterschriften übergab der Verein Freunde der Hans-Memling-Schule bei seinem sonntäglichen Muttertagskaffee auf dem Schulhof an Stadtverordnetenvorsteher Dr. Richard Georgi (CDU).

Die HMS-Freunde hatten wochenlang gesammelt: „Fünf Prozent der Bevölkerung haben sich bisher spontan für die Schule als Bildungs- und Kulturhaus für alle Bürger ausgesprochen“, so Katja Teubner aus dem Vorstandsteam. Irritiert zeigten sich einige Besucher der Sonntags-Veranstaltung von einem Absperrband entlang der Basilika, das beispielhaft aufzeigen sollte, „wie bei einer Kita- und/oder Grundschulnutzung der Platz abgegrenzt oder eingezäunt werden müsste und damit nur ein eingeschränkter Durchgang zur Basilika verbliebe.“ Zum Fest selbst gab es eine reichhaltige Kuchentafel und Kaffee, auch das Fairmobil des Weltladens präsentierte sich. Eine Gruppe mit Edelweiß-Musikanten spielte zur Unterhaltung auf. Bei aufkommendem Regen zogen die Gäste ins frühere Schulgebäude um.

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Nachdem in der Stadtverordnetenversammlung Mitte April bekanntlich der Antrag der Mehrheitskoalition aus SPD, FDP und FWS auf Prüfung der drei vorliegenden Nutzungsszenarien beschlossen, dagegen der CDU-Antrag auf Ausarbeitung und Umsetzung des HMS-Nutzungskonzepts abgelehnt wurde (wir berichteten ausführlich), sind die Freunde der Hans-Memling-Schule nun gespannt, „welche Argumente die Verwaltung wofür findet und wann mit welchem Ergebnis zu rechnen ist.“ Der Verein will bis zu einer Entscheidung weitere Veranstaltungen im Gebäude und auf dem Schulhof ausrichten, denn das Haus könne sofort genutzt werden, wie in der Nutzungsstudie zur Einrichtung eines Bildungs- und Kulturhauses nachzulesen sei (www.freunde-HMS.de). Dieser Nutzungsvorschlag wird nun in der Verwaltung zusammen mit den beiden anderen geprüft: Einer sieht neben einer Mischnutzung aus Gastro- und Vereinsräumen zusätzlich eine Kindertagesstätte vor, der andere eine kostenpflichtige Grundschule mit Kindertagesstätte.

Der HMS-Verein, der derzeit eine Ergänzung seiner Nutzungsstudie erarbeitet, möchte die Verwaltung bei der anstehenden Prüfungsaufgabe unterstützen. „Es gilt, eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes zu finden. Dabei steht vor allem der Aspekt im Vordergrund, einen Ort für alle Bürger unserer Stadt zu schaffen. Weiterer Leerstand tut dem Gebäude nicht gut. Die Substanz muss bewahrt und das Haus mit Leben gefüllt werden, so der Vereinszweck. Ein Bildungs- und Kulturhaus braucht die Stadt zur Stärkung und Fortentwicklung des Miteinanders der Generationen - Menschen bereichern sich gegenseitig im kulturellen Umfeld, Bildung bereichert unser Leben“, betont Katja Teubner.

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Der Verein bemühe sich aktuell um die Zustimmung der Stadt zur Ausrichtung der Veranstaltung „Zu guter Letzt“ - ein Vortrag über Bach und Jazz von und mit Thomas Gabriel am Donnerstag, 31. Mai (Fronleichnam), im ehemaligen Lehrerzimmer. Der Verein der HMS-Freunde zählt aktuell mehr als 120 Mitglieder. Diese treffen sich jeden dritten Montag im Monat um 20 Uhr in der Ratsstube des Riesen. Das nächste Treffen findet am Montag, 18. Juni, statt; auch Gäste sind willkommen. (mho)

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