Konkretes Interesse

Vertretern der Offenbacher Erasmus-Schule gefällt das HMS-Gebäude

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HMS-Areal: Die Offenbacher Erasmus-Schule hat Interesse am seit Jahren leer stehenden Gebäude am Seligenstädter Mainufer. Allerdings ist zuvor eine umfangreiche Sanierung erforderlich.

Seligenstadt - Die Hans-Memling-Schule (HMS) könnte bald wieder das werden, was sie 200 Jahre lang war: eine Stätte, in der Kinder Lesen und Schreiben lernen. Die Offenbacher Erasmus-Schule hat Interesse am Gebäude in der Altstadt. Von Oliver Signus 

Auf dem Hof der früheren Hans-Memling-Schule könnten sich bald wieder etwa 100 Kinder tummeln. Wie Bürgermeister Dr. Daniell Bastian mitteilt, ist die Erasmus-Schule, die in Offenbach mehr als 200 Mädchen und Jungen unterrichtet, an dem Gebäude interessiert. Einen Besichtigungstermin mit Vertretern der Schule habe es bereits gegeben. Der Eindruck sei positiv gewesen. „Die Klassenräume würden sie so übernehmen“, sagt Bastian. Allerdings müsse die HMS zuvor umfassend saniert werden. Das Interesse sei sehr konkret, die Schule suche dringend Räume: „Die haben mehr als 800 Kinder auf einer Warteliste“, sagt Bastian, der auf die Schule aufmerksam geworden ist und Kontakt aufgenommen hat.

Das Konzept der Erasmus-Schule umfasst eine Betreuung vom Krippen- bis zum Grundschulalter. Da für die Betreuung entsprechend Platz benötigt werde, sei eine einzügige Grundschule denkbar. Nach der vierten Klasse wechseln die Kinder dann auf weiterführende Schulen. Ein zentraler Punkt des Lernkonzepts ist die Mehrsprachigkeit. So lernen die Mädchen und Jungen schon im Kindergarten Englisch und Spanisch.

Die Rückkehr in den Schulbetrieb am Rande von Seligenstadts Altstadt ist eines von drei Szenarien, mit denen sich die Stadtverordneten ab der nächsten Sitzung befassen werden. Ein entsprechender Antrag der Koalition aus SPD, FDP und FWS wird dann eingebracht. Neben der Vergabe des Gebäudes an die Erasmus-Schule („Das bringt auch Mieteinnahmen“) steht auch die Nutzung als Bildungs- und Kulturhaus im Sinne der vom Verein „Freunde der Hans-Memling-Schule“ vorgelegten Nutzungsstudie zur Debatte. Dritte Idee ist die Einrichtung eines gemischten Bildungs- und kulturellen Konzepts, das folgende Möglichkeiten enthalten soll: Krippe oder Kindergarten in freier oder städtischer Trägerschaft, gastronomischen Bereich, Räume für die Volkshochschule sowie für Veranstaltungen und Kursen von Vereinen und Bürgern. Der Magistrat soll beauftragt werden, sich auf diese drei Szenarien zu konzentrieren und die Kosten für Sanierung und Unterhaltung eruieren.

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