Heiter, satirisch, frech und frivol

+
„Komische Kunst“ im Alten Haus: Wolfgang Aulbach, Günter Henrich, Uschi Heusel, Leonore Poth und Klaus M. Puth.

Seligenstadt - (paw) Heitere, freche, frivole, satirische aber auch bitterböse Bildgeschichten mit und ohne Worte sowie dazu passende Skulpturen sind derzeit in der Galerie Kunstforum an der Frankfurter Straße zu sehen.

Unter dem Motto „Komische Kunst“ hat Kurator Günter Henrich die Künstler dieses Genres aus der Region überzeugen können in Seligenstadt auszustellen. „Auf die Idee brachte mich das Frankfurter Karikaturenmuseum, in dem allerdings kaum Werke regionaler Kunstschaffender zu sehen sind.“ Seligenstadts Kunstforum sei deshalb in der glücklichen Lage erstmals Kunstwerke dieser Form aus der Region in zu zeigen. Die Ausstellung ist nach Henrichs Angaben nicht zuletzt deshalb in das Programm „Kultursommer Sommer – Südhessen" aufgenommen worden und wird von der Hessischen Landesregierung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert. In der Galerie zeigen Wolfgang Aulbach (Aschaffenburg), Günter Henrich (Seligenstadt-Froschhausen), Uschi Heusel (Dietzenbach), Leonore Poth (Frankfurt) und Klaus M. Puth (Mühlheim) rund 90 Arbeiten als Cartoons, Bildgeschichten, Malereien und Skulpturen. Als Besonderheit sind Zeichentrickfilme Leonore Poths zu sehen. Dr. Michael Bergmann, Vorstandsmitglied des Kunstforums, stellte zur Vernissage dieser Tage die Protagonisten vor.

Statt wunschgemäß Grafikdesign zu studieren, lernte Uschi Heusel  Steno und Schreibmaschine, um einen anständigen Beruf zu haben. Noch während des geordneten Arbeitslebens unternahm Uschi Heusel erste Ausbruchsversuche, indem sie Jahre lang heimlich malte und zeichnete. Der Durchbruch gelang 1986 mit der Ausstellung zum Thema Tiere. Zum Dauerbrenner wurde die Ratte Ludwig, die seit 1997 in der „Offenbach-Post“ ihren Auftritt hat. Aber auch die „Heuselschen“ Schweine geraten nicht ins Hintertreffen. Sie sind auf Kalendern, Postern, Postkarten und Werbeartikeln präsent.

Die Ausstellung ist bis 20. September (freitags, samstags, sonntags, Feiertage, 15 bis 18 Uhr) zu sehen.

Die Illustratorin und Zeichentrickfilmerin Leonore Poth hat zur Zeit einen Lehrauftrag für Animationsfilm an der FH Mainz. Seit 1987 arbeitet sie als freiberufliche Zeichnerin, Grafikerin und Zeichentrickfilmerin in Frankfurt. Für das Storyboard zum Film „Die Rollmöpse“ erhielt sie 1997 den Hessischen Drehbuchpreis. Wolfgang Aulbach ist seit 1989 als freischaffender Künstler tätig. Seine Skulpturen erzählen von Liebe, Trauer und Einsamkeit. Sie sind kritisch, bösartig, bis hin zum Sarkasmus und besitzen dennoch unterschwellige Fröhlichkeit. Gunter Henrichs Arbeiten sind fröhlich, aber nicht laut, ironisch, aber nicht böse, manchmal hintergründig, aber nicht aufdringlich. Seit den 1970er Jahren beschäftigt er sich mit Cartoons und Karikaturen, die zum Teil auch in dieser Zeitung veröffentlicht wurden. Seine Themen findet Henrich in der Kommunalpolitik der Region. Auch mehrere Cartoonbücher wurden mit großem Erfolg veröffentlicht.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare