Hessens Stimme aus Froschhausen

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Michael Bußer

Seligenstadt (th) ‐ Der neue hessische Regierungssprecher, Michael Bußer (49), aus Froschhausen, ist eher ein Mann der leisen Töne, kein „Lautsprecher“. Was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass er sehr scharf und pointiert formuliert und zudem einen angenehmen Hang zur Selbstironie hat.

Bußer, der jetzt als Staatssekretär und Regierungssprecher seinem bisherigen Chef Volker Bouffier in die Wiesbadener Staatskanzlei folgt, wurde im November 1960 in Offenbach geboren und wuchs in Froschhausen auf. Nach dem Abitur begann er eine Ausbildung bei der Polizei und arbeitete später bei der Kriminalpolizei in Frankfurt. Doch seine eigentliche Berufung fand er im Journalismus. Er verließ die Polizei, studierte Journalismus und Geschichte - übrigens gemeinsam mit dem heutigen ZDF-Moderator Michael Steinbrecher - in Dortmund.

Die notwendige Voraussetzung für das Studium, ein mehrmonatiges Redaktionspraktikum absolvierte Bußer in der Seligenstädter Redaktion unserer Zeitung. Eine weitere Station während des Studiums war die Redaktion der Neuen-Ruhr-Zeitung in Düsseldorf. Nach dem Studium ging er als Pressesprecher einer Wirtschaftsbehörde nach Erfurt, bevor er Sprecher des damaligen hessischen Innenministers Volker Bouffier wurde. Bußer, verheiratet und Vater einer Tochter, lebt mit seiner Familie in Froschhausen. Seit 1979 ist er CDU-Mitglied, seit 1999 im örtlichen Parteivorstand. In seiner Freizeit joggt er.

Landtagsvize Frank Lortz, Mentor und Förderer von Bußer, zeigte sich hocherfreut über die Entscheidung Bouffiers für Bußer als neuen Regierungssprecher: „Für unsere Region ist es von Vorteil, Entscheidungsträger auf der legislativen und exekutiven Seite der Politik zu haben“, kommentierte der CDU-Landtagsabgeordnete und Landtagsvizepräsident Bußers Ernennung zum Staatssekretär und Regierungssprecher.

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