Langsam ist das neue Schnell

Highspeed-Internet: Ausbau verzögert sich

Seligenstadt - Schnell soll der Datenaustausch einmal funktionieren in der Einhardstadt, doch ganz so schnell, wie die Telekom diesen Service bei einer Bürgerversammlung Ende August in Aussicht gestellt hat, geht es dann doch nicht. Von Oliver Signus 

Ein Leser unserer Zeitung monierte, dass die Telekom-Vertreter auf seine Nachfrage versichert hätten, dass es genügend Anschlüsse und Ports gebe – auch für Kunden anderer Anbieter wie etwa Vodafone. Auf Anfrage bei seinem Anbieter habe es zunächst geheißen, dass es Verschiebungen gebe, dann, dass keine Ports mehr zur Verfügung stünden. Das alles hängt – wie an vielen anderen Orten auch – mit Verzögerungen bei den Arbeiten zusammen, sagt Telekom-Unternehmenssprecher George-Stephen McKinney.

Die Telekom investiere allein in diesem Jahr bundesweit rund fünf Milliarden Euro in den Ausbau ihres Netzes. Etwa 100.000 Baustellen seien zu koordinieren. „Der Netzausbau ist ein extrem komplexes Thema“, erläutert McKinney. Da müssten alle Rädchen ineinandergreifen. Wenn es zu Verzögerungen komme, sei das wie bei einem Hausbau. „Wenn der Elektriker nicht kommt, dann hat man ein Problem.“ Kritik, dass die Telekom den Überblick verloren habe, lässt McKinney daher nicht gelten: „Wenn wir etwas können, dann Netze planen und betreiben.“

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Wann sich die Seligenstädter über Highspeed-Internet freuen dürfen, vermochte der Unternehmenssprecher indes nicht zu sagen. Eine Prognose wolle und könne er nicht abgeben. Man sei aber bemüht, die Projekte so schnell wie möglich zu beenden, Denn schließlich verdiene die Telekom auch erst dann, wenn die Leistung den Kunden zur Verfügung stehe.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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