In der Altstadt von Modenschau und Co. inspirieren lassen

Hochzeitsfesttag: Seligenstadt bleibt Hochburg für Brautleute

Alles rund um Hochzeit und Feiern: Am kommenden Sonntag erwartet die Besucher in Seligenstadt unter anderem eine Modenschau auf dem Marktplatz.
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Alles rund um Hochzeit und Feiern: Am kommenden Sonntag erwartet die Besucher in Seligenstadt unter anderem eine Modenschau auf dem Marktplatz.

Nach einer Corona-bedingten Pause im vergangenen Jahr findet am kommenden Wochenende wieder der Seligenstädter Hochzeitsfesttag statt. Veranstaltet von Gewerbeverein und Buschmann Eventdesign mit Unterstützung des Stadtmarketings dreht sich an diesem Sonntag in der Altstadt alles um den schönsten Tag im Leben. In den vergangenen Jahren hat das immer zahlreiche Paare aus der ganzen Region in die Einhardstadt gelockt.

Seligenstadt – Und die ist nach wie vor ein beliebter Ort zum Heiraten – trotz Corona-Pandemie. „Wir können uns nicht beschweren. Weder bei der Nachfrage nach Trauterminen noch bei dem Umgang der Paare und ihrer Gäste mit den sich häufig ändernden Corona-Regelungen“, sagt Standesbeamtin Ilka Haucke. „Wir hatten bei uns keine Kämpfe, keinen Stress mit Paaren oder Gästen zu den Vorgaben oder irgendwelche Anfeindungen.“

Rund 140 Trauungen haben die Standesbeamten 2020 in Seligenstadt nach Angaben von Amtsleiter Christian Klügel durchgeführt – nur ein paar weniger als vor der Pandemie. In diesem Jahr haben zum Hochzeitsfesttag bereits 160 Trauungen in Seligenstadt stattgefunden, das sind so viele wie vor der Pandemie durchschnittlich im ganzen Jahr.

Aber gerade die Zeit zu Beginn der Krise war eine Herausforderung: Hochzeiten wurden abgesagt oder verschoben. „Die Paare durften ja keine Gäste mitbringen“, sagt Ilka Haucke. Aber auch in dieser Zeit habe es Trauungen gegeben. Im Sommer stiegen auch wieder die Terminanfragen. Inzwischen dürfen die Paare, die sich in Seligenstadt trauen lassen, wieder bis zu 17 Gäste mitbringen. „Das sind natürlich immer noch nicht sehr viele, aber so eine kleinere Zeremonie kann ja auch ganz schön sein“, sagt die Standesbeamtin. Besonders freut sie, dass die Hochzeitsgesellschaften oft gut vorbereitet sind. „Viele schicken uns schon vorab die Gästeliste mit Namen und Daten zu. Dadurch geht’s am Hochzeitstag schneller, weil sich nicht mehr jeder in eine Liste eintragen muss. Denn die Daten müssen wir immer noch abfragen für die Kontaktverfolgung“, so Haucke.

Seit Beginn der Sommerferien ist auch die Glasscheibe zwischen Standesbeamten und Hochzeitsgesellschaft weg. Auch der Mundschutz darf am Platz abgenommen werden. „Der Fotograf, der ja herumläuft, muss ihn allerdings weiter tragen“, sagt Ilka Haucke.

Die Lockerungen sorgen auch für Erleichterungen bei den Planungen. „Während der Lockdown-Zeit in diesem Frühjahr wollte zum Beispiel ein gehörloses Paar bei uns heiraten“, sagt die Standesbeamtin. Die Stadt habe dann einen hohen Schutz organisiert, „damit ein Gebärdendolmetscher theoretisch neben mir hätte stehen können, weil eine Trennung zwischen uns gewesen wäre“. Das Paar entschied sich dann jedoch kurzfristig, die Hochzeit in den August zu verschieben. „Das war eine gute Entscheidung. Denn auch in der Hochzeitsgesellschaft waren viele Gehörlose, die durch die Mundschutz-Pflicht ja auch viel schlechter miteinander kommunizieren können.“ Durch die Lockerungen war die Kommunikation wieder möglich: „Es war insgesamt eine wunderbare Trauung.“

Am kommenden Sonntag, 11 bis 18 Uhr, können sich Besucher des Hochzeitsfesttags nun selbst für ihren schönsten Tag im Leben inspirieren lassen – aber auch Besucher, die eine Feier planen, ein Fest veranstalten oder ein Event organisieren möchten, sollen angesprochen werden. Ab 13 Uhr haben auch die Geschäfte am und um Marktplatz, Freihofplatz und Bahnhofstraße geöffnet.

„Die Stadt Seligenstadt beteiligt sich an der Hochzeitsmesse und öffnet ihre beiden historischen Trauzimmer. Standesbeamtinnen und Standesbeamte stehen in der Zeit von 11 bis 15 Uhr zur Besichtigung und für Fragen zur Verfügung“, sagt Bürgermeister Daniell Bastian. Bei der Besichtigung müssen Besucher einen Mund- und Nasenschutz zu tragen sowie auf die Abstandsregel achten.

Im Riesensaal gibt es außerdem eine Ausstellung, auf dem Marktplatz ist wiederum eine Modenschau geplant. Die Veranstalter weisen daraufhin hin, dass im Saal die 2G-Regelung greift, auf dem Marktplatz wiederum gelten die 3G-Regeln. (Julia Oppenländer)

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