„Hochzeitstag“ im Städtchen

Geheime Termine, junggebliebene Paare

In den Riesensaal verlegen mussten die Organisatoren am gestrigen, etwas verregneten Sonntagnachmittag die Modenschauen, Höhepunkte des Seligenstädter „Hochzeitsfesttags“.
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In den Riesensaal verlegen mussten die Organisatoren am gestrigen, etwas verregneten Sonntagnachmittag die Modenschauen, Höhepunkte des Seligenstädter „Hochzeitsfesttags“.

Seligenstadt - Von „Ehehafen“ zu sprechen verbietet sich aus geografischen und aus Gründen der Rücksichtnahme auf die romantische Gefühlswelt Jungverliebter.

Trauung in der Prälatur der früheren Abtei - ein Traum: die Standesbeamtinnen Katrin Bauer (l.) und Ilka Haucke.

Allerdings übt die Stadt Seligenstadt seit Jahren eine ganz besondere Anziehung auf Bindungswillige, Verlobte und andere einander zugetane Menschen aus. Tendenz: steigend. Die von Gewerbeverein und Stadtmarketing-GmbH in Kooperation mit zahlreichen Geschäften entlang der Braut-/Bräutigam-Peripherie (Floristen, Dekorateure, Fotografen, Musiker, Caterer, Konditoren) sowie der Gastronomie veranstalteten alljährlichen „Hochzeitsfesttage“ sind die logische Konsequenz des hervorragenden Rufs, den die Stadt Seligenstadt auf dem Heiratsmarkt genießt. Und sie waren auch am gestrigen Sonntag wieder Beleg dafür, dass das „Ja“ im Standesamt, im Romanischen Haus oder auch in der Prälatur der früheren Abtei ganz besonderen Stellenwert bei der verliebten „Kundschaft“ hat.

Accessoires für Braut und Bräutigam: Der Ehering oder Trauring ist natürlich das wichtigste Utensil, entsprechend groß und exklusiv war gestern das Angebot.

Im Rahmenprogramm erfreuten Hochzeitssängerin, Hochzeitszauberer und die stets umlagerten Modenschauen - diesmal witterungsbedingt im Riesen - natürlich nicht nur einheimische, sondern auch auffällig viele auswärtige Aspiranten auf den Bund fürs Leben. Zu weiteren Hauptakteuren des Wedding-Werbe- und Shoppingtags zählten die Standesbeamtinnen Katrin Bauer und Ilka Haucke, die Infos rund ums Heiraten, die dazu abzuarbeitenden Formalien und die angebotenen Räumlichkeiten unter die Liebenden brachten. Im Gespräch mit der OP-Redaktion beantworteten sie Fragen rund um den Tag der Tage in Brautkleid und schickem Anzug.

Seligenstädter Hochzeitsfesttag 2017: Bilder

Hochzeitsfesttag 2017 in Seligenstadt: Bilder
Hochzeitsfesttag 2017 in Seligenstadt: Bilder
Hochzeitsfesttag 2017 in Seligenstadt: Bilder
Hochzeitsfesttag 2017 in Seligenstadt: Bilder
Seligenstädter Hochzeitsfesttag 2017: Bilder
Immer mehr Heiratswillige kommen nach Seligenstadt. Warum?
Haucke: Die historischen Trausäle mit ihrem tollen Ambiente, die Altstadtatmosphäre und unsere dazu passende Infrastruktur. Rund 40 Prozent sind Auswärtige

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Standesbeamtinnen erleben sicher auch besondere Tage.
Bauer: Wir hatten in diesem Jahr einen Bräutigam Jahrgang 1928 und bei einer anderen Trauung eine Braut Jahrgang 1937 - das war beeindruckend. Die erste gleichgeschlechtliche Ehe Anfang Oktober bleibt sicher lange in Erinnerung. Auch heimlich kommen gelegentlich Paare - ganz allein, nur mit Kind, nur mit Zeugen.
Warum wird man Standesbeamtin?
Haucke: Keine Eheschließung ist wie die andere - im Traugespräch erfahren wir viel über die Menschen, ihre Geschichte und Motive. Ich muss zugeben, ich traue unheimlich gerne Paare, die zu uns kommen.
Geht’s eigentlich auch ohne Trauzeugen?
Bauer: Trauzeugen braucht man heutzutage tatsächlich nicht mehr. Aber wenn, dann einen oder zwei. Sie müssen volljährig und geschäftsfähig sein.

(mho)

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