Hufschmied ist oft die erste Anlaufstelle

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Ina Fuhry sattelte bei Alexander Schloss von einer Kunst- zur Hufbeschlagschmiedin um.

Seligenstadt ‐ In Deutschland gibt es rund 2.500 Hufbeschlagschmiede. 500 von denen haben sich im Ersten Deutschen Hufbeschlagschmiede Verband (EDHV) zusammengeschlossen. Von Armin Wronski

Mehr als siebzig Mitglieder dieser Vereinigung trafen sich am Wochenende am „Glaabsweiher“ in Klein-Welzheim zu ihrem 2. Hufschmiede-Treffen-Rhein-Main.

Nur ein Experte hat den Durchblick, welches Pferd mit welchem Hufeisen beschlagen werden muss. „Ingesamt gibt es über 1200 unterschiedlich Versionen und dazu mehr als 500 verschiedene Hufnägel“, ist von Uwe Lukas, Hufschmied aus Warendorf, dem Epizentrum des Deutschen Pferdsports, zu erfahren. „Eigentlich ist es schon das dritte Treffen seiner Art. 2004 war es mehr ein runder Tisch. Im Vorjahr war das Interesse an der Tagung schon größer und 2010 wurden alle Erwartungen weit übertroffen, so dass die Anzahl der Teilnehmer limitiert werde musste“, so Organisator Alexander Schloss aus mainhausenSeine Berufskollegen kamen aus allen Bundesländern und hatten zum Teil Anreisewege von mehr als 500 Kilometern auf dem Tacho.

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Treffen der Hufschmiede

Nachwuchsprobleme scheint es in der Hufschmiedezunft keine zu geben. Im Gegenteil. In der einstigen Männerdomäne wächst der Anteil von Frauen. Von den 500 eingetragenen Mitgliedern sind 50 weiblich. Eine von ihnen ist Ina Fuhry aus Froschhausen. Sie ist Mitarbeiterin bei Alexander Schloss und versteht es perfekt mit dem glühende Hufeisen oder Hufraspel umzugehen, genau so wie ihre männlichen Kollegen. Die gelernte Kunstschmiedin hat im wahrsten Sinne des Wortes die Pferde gewechselt: Nach zweijähriger Umschulungszeit bei Schloss ist sie jetzt Hufbeschlagsschmiedin.

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