Neue Schilder, aber weiterhin Kritik

Immer Ärger mit der „buckeligen Aschaffenburger Straße“

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Wegoptionen am Parkhaus Obertorplatz.

Seligenstadt - Die Geschichte hat einen ewig langen Bart, aber an einigen Stellen zeichnet sich doch Besserung ab: Wer auf der Aschaffenburger Straße in die Seligenstädter Innenstadt gelangen möchte, der muss in erster Linie gut zu Fuß sein. Vor allem gehandicapte Personen tun sich schwer auf (zu) engen Gehwegen und Holperpflaster.

Die Probleme, die Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder andere nicht ganz fitte Mitmenschen auf der Aschaffenburger Straße zwischen Obertor und Freihofplatz haben, um in die Altstadt zu kommen, sind hinlänglich bekannt. Unsere Zeitung hat mehrfach über die Unzulänglichkeiten berichtet, SPD-Sprecher Franz A. Roski sich in einem Leserbrief bitter darüber beklagt, dass Hinweise, die er und der Seniorenbeauftragte Dieter Seng gegeben hatten, nicht umgesetzt worden seien. Dabei, so Roski, sei es möglich, „Touristen und andere Ortsunkundige durch Hinweisschilder darauf aufmerksam zu machen, dass man problemlos über den Mainuferweg zur Altstadt rollen und gehen kann.“

Zweites Hinweisschild an der Dr.-Otto-Müller-Straße.

Inzwischen hat Roski aber festgestellt, dass nun doch etwas geschehen ist, „was aber Ortsunkundigen kaum helfen dürfte.“ Am Obertor stehe nun ein nagelneues grünes Schild ,Fußweg zur historischen Altstadt’, das auf die „buckelige Aschaffenburger Straße“ zeige, die wenig später weder für Fußgänger noch für Rollstühle, Rollatoren oder Familien mit Kindern empfehlenswert sei. Nach rechts, so Roski weiter, zeige nur ein Schild „Mainufer“. Es finde sich aber dort „kein Hinweis darauf, dass man über den Mainuferweg leichter in die Altstadt kommen kann. Es hat auch keiner die aushängenden oder im Internet abrufbaren Pläne der Stadt berichtigt: Sie lassen immer noch nicht erkennen, dass man alternativ über den Mainuferweg zu Altstadt und Klosteranlage kommt.“

So ganz recht hat Roski indes nicht, denn das grüne Schild „Fußweg zur historischen Altstadt“ findet sich auch an einer zweiten wichtigen Stelle: An der Ecke Aschaffenburger und Dr.-Otto-Müller-Straße. Bedeutet: Wer sich dort für die geteerte und den öffentlichen Verkehr gesperrte kleine Straße entscheidet, kann problemlos zum Mainuferweg hinunter und von dort - wie Roski vorschlägt - in die Altstadt gelangen. Auch ist bis dorthin das Vorankommen unproblematisch: Der Gehweg ist breit genug, lockere oder kaputte Platten wurden erst dieser Tage erneuert.

Diese Park-Unfälle sind absolut verrückt

Indes hat SPD-Mann Roski auch Vorschläge zur aussagekräftigeren Gestaltung der Hinweisschilder: Das grüne Schild „Fußweg zur historischen Altstadt“ am Obertor-Parkdeck müsse durch zwei Zusatzschilder ergänzt werden: a) ein blaues Rollstuhlsymbol, das rot durchkreuzt ist; b) ein blaues Kinderwagensymbol, ebenfalls rot durchkreuzt. Am gleichen Schilderpfosten sei ein zweites grünes Schild „Fußweg zur historischen Altstadt“ anzubringen, das aber nach rechts zum Mainuferweg zeigt. „Und dieses grüne Schild muss durch blaues Rollstuhl- und Kinderwagensymbol ergänzt werden, damit Ortsunkundige sofort sehen, dass dieser Weg leichter zu gehen oder rollen ist.“

Damit Ortsfremde auf diesem Weg weiter sicher geführt werden, solle unten, wo das Sträßchen vom Friedhofs-Parkdeck auf den Mainuferweg trifft, ein weiteres solches grünes Schild „Fußweg zur historischen Altstadt“ samt blauem Rollstuhl- und Kinderwagensymbol angebracht werden. Und: „Auf den Plänen der Stadt Seligenstadt sollte auch endlich das rote Herz, das dieses Verbindungssträßchen verdeckt, etwas mehr nach links gerückt werden.“ (mho)

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